HARPSTEDT - Das am 13. November gestartete „Volksbegehren für gute Schulen in Niedersachsen“ erfährt volle Unterstützung aus der Samtgemeinde Harpstedt. Die Schulelternräte der Grundschulen Harpstedt und Dünsen sowie der Haupt- und Realschule sammeln seit Mittwoch Unterschriften. Der erste, der sich auf einer Liste eintrug, war Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes.

„Das Volksbegehren ist genau das, was wir in Harpstedt brauchen, denn es bündelt drei Themen, von denen zwei die Samtgemeinde direkt betreffen“, sagte Nicolai Wacker vom Schulelternrat Grundschule Harpstedt. Denn die Initiatoren fordern den Fortbestand der Vollen Halbtagsschulen, das Gründen von Gesamtschulen zu erleichtern und die Wiedereinführung des 13. Schuljahres an Gymnasien. Innerhalb von zwölf Monaten müssen in Niedersachsen mindestens 608 731 Unterschriften zusammenkommen, damit das Volksbegehren zum Erfolg führt und vom Landtag behandelt wird.

„Wir wollen aber in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Unterschriften sammeln, um ein Signal an den Kreistag zu senden, dass wir eine zweite Gesamtschule im Landkreis brauchen, die dann in Harpstedt sein sollte“, so Wacker. So würden in den nächsten Tagen rund 900 Briefe mit Informationen und Unterschriftenliste an die Eltern aller Schulkinder verschickt. Der Förderverein der Harpstedter Schulen werde zudem am Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt für eine Unterstützung werben, und auch die Kindergärten seien mit im Verteiler.

Reiner Böttcher vom Förderverein zeigte sich optimistisch, in der Bevölkerung eine große Akzeptanz zu finden: „Bei der Aktion für eine Gesamtschule in Harpstedt hatten wir bereits 630 Unterschriften.“ Heike Heiser vom Schulelternrat Haupt- und Realschule hofft nun auf einen starken Rücklauf der Unterschriftenlisten, „um mit den Politikern ins Gespräch zu kommen“.

Infos und Listen unter

www.volksbegehren-schulen.de