Hasbruch - Birke gibt ein anderes Geräusch ab als Buche, Eiche hört sich nicht so an wie Douglasie: „Jedes Holz hat seinen eigenen Klang“, sagt Jens Meier. Was der Revierförster im Hasbruch aus langjähriger Erfahrung weiß, können Besucher des Waldes am Sonntag, 16. Juni, mit ein paar kräftigen Schlägen herausfinden: Ein „Wald-Xylofon“ mit Holzstücken aus fünf unterschiedlichen Baumarten gehört zu den Mitmachstationen beim 11. Hasbruchtag, für den die Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs in dieser Woche noch einmal kräftig die Werbetrommel rührten.
Alle Sinne sollen bei den Mitmachstationen unter dem Motto „Botanik“ angeregt werden. Kinder wie Erwachsene können den Wald riechen und fühlen, schmecken oder eben auch hören. Wenn sie alle Stempel im Mitmachpass haben, gibt es wieder eine Urkunde. Die Stationen werden diesmal nicht wie in vergangenen Jahren an den verschiedenen Wegen im Hasbruch aufgebaut, sondern stehen alle bei der Jagdhütte – dort spielt sich zwischen 11 und 15 Uhr das ganze Geschehen beim Hasbruchtag ab.
Neu ist auch, dass der Turm an der Brookbäke in die Aktionen mit einbezogen wird. Dort ist der Troll „Giesbert“ zu sehen, eine Fantasiegestalt des Huder Autors Peter Schlöndorff, die den Besuchern den Wald erklärt.
Wie wertvoll und nützlich viele Pflanzen am Wegesrand sind, erklärt Apothekerin Manuela Kiefer aus Wardenburg auf zwei Waldkräuter-Spaziergängen: Schöllkraut und Lerchensporn, Gundermann oder Mädesüß sind nicht nur von Bedeutung für das Ökosystem Wald, sondern helfen auch vielfach gegen gesundheitliche Beschwerden.
Daneben sind viele Organisationen und Vereine mit Informations- und Aktions-Ständen beim Hasbruchtag vertreten. Auch die Feuerwehr Bergedorf und das Technische Hilfswerk Hude-Bookholzberg sind dabei, ebenso der Naturschutzbund und die Pfadfinder. Und natürlich die Landesforsten – deren Mitarbeiter kennen den Hasbruch schließlich am besten.
