HATTEN/SANDKRUG - Die ehemaligen Zehntklässler sind der Einladung gerne gefolgt. Die Patenschaft hat die Schulgemeinschaft gestärkt.

Von Stephan Onnen

HATTEN/SANDKRUG - Den Weg vom Haupteingang bis zur Schulküche haben die Schüler der ehemaligen Klasse 10 aR in ihrer Waldschul-Laufbahn bestimmt viele hundert Mal zurückgelegt. Doch so wie bei ihrer Rückkehr ins Schulzentrum am Mittwochnachmittag dürften sie ihn noch nie erlebt haben: Der dunkle Flur war mit kleinen Teelichtern illuminiert, mit Kerzenschein wurden die ehemaligen Zehntklässler zur Schulküche geleitet, wo sie von der Klasse 6 aR schon sehnlichst erwartet wurden.

Beide Klassen hatten im vergangenen Schuljahr eine überaus erfolgreiche Patenschaft gepflegt, von der Klein und Groß gleichermaßen profitiert haben. Den damaligen Fünftklässlern fiel der Übergang in die neue Schulumgebung leichter, für die Zehntklässler war es eine wichtige Erfahrung auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Die Patenschaft hat das Solidaritätsgefühl und die Schulgemeinschaft nachhaltig gestärkt, sind die beiden Klassenlehrerinnen Heike Coldewey und Christina Laudien überzeugt. Die Idee dazu hatten die beiden Pädagoginnen vor Beginn ihres „Lehrertandems“ entwickelt.

Die Initiative zur adventlichen Wiedersehensfeier war von der 6 aR ausgegangen. Sämtliche Paten erhielten eine schriftliche Einladung – die Briefe und Umschläge wurden im Informatik-Unterricht geschrieben. Zuhause wurden Kekse und Kuchen gebacken. Die „Kleinen“ und die „Großen“ bastelten am Mittwoch Fensterbilder und schwelgten in Erinnerungen an gemeinsame Aktivitäten und an die Abschlussfahrt beider Klassen nach Langeoog im Juni. Nach wie vor bestehen zwischen einigen Schülern Brieffreundschaften.

„Wir waren von der Einladung total überrascht“, sagt Marie Nickig. Die 17-Jährige ist gerne zurück in die Waldschule gekommen, um mit den „Patenkindern“ gemütliche Stunden zu verbringen. Zudem bot die Adventsfeier eine gute Gelegenheit, um die ehemaligen Mitschüler, von denen die meisten nach ihrem Abschluss an der Waldschule getrennte Wege gegangen sind, wieder zu sehen.