Der Stundenplan
wird zu Beginn jeden Schuljahres neu erstellt. An der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe sind dafür Konrektor Wilhelm Wewer und Personalratsvorsitzender Reinhold Kempermann verantwortlich. Seit zehn Jahren wird der Stundenplan nicht mehr auf einer Magnettafel dargestellt. Moderne EDV ist dabei heute eine große Hilfe. Wilhelm Wewer: „Der Stundenplan muss in jedem Jahr neu aufgestellt werden, da sich die Vorgaben ändern. Lehrer müssen den Klassen neu zugeordnet werden. Außerdem gibt es immer wieder personelle Wechsel. Darauf müssen wir reagieren.“ Außerdem achten die beiden Pädagogen auf ein ausgewogenes Verhältnis von Haupt- und Nebenfächern. Reinhold Kempermann macht die Problematik an einem Beispiel deutlich: „Unsere Knackpunkte sind Küche und Biologieraum. Wegen der vielen Unterrichtsstunden in Hauswirtschaft und Biologie wird es da knapp.“ Am Ende, so hoffen beide Lehrer, sind Schüler und Kollegen mit dem Plan zufrieden.Schon seit der vorigen Woche herrscht an der Altenoyther Hauptschule wieder Betrieb. Am Donnerstag werden 418 Schüler erwartet.
Von Heinz-Josef Laing
Altenoythe Hausmeister Alfons Drees hatte in den Sommerferien alle Hände voll zu tun. Die Vorbereitungen für den Start in das neue Schuljahr an der Heinrich-von-Oytha-Hauptschule in Altenoythe begannen mitten in der Ferienzeit. Drei Wochen lang hatte Alfons Drees Urlaub, dann nahm er sich in der Schule die ersten kleineren Umbauten und Instandsetzungsarbeiten vor.
Auch Schulleiter Hermann Reiners und sieben seiner Lehrerkollegen waren am Montag im Dauereinsatz. Reiners: „Das läuft hier schon seit der vorigen Woche.“ Mit dem Schulbeginn am Donnerstag ist die Hauptschule Ganztagsschule. Das erfordert eine Menge an Vorbereitung. Nichts geworden ist es mit der Nutzung des benachbarten kirchlichen Menrikushauses als Küche für die Ganztagsschule. Altenoythes Kirchenprovisor Hans Lammers erklärte, die Stadt Friesoythe habe als Schulträger das Gebäude komplett und kostenlos übernehmen können. Die Kirchengemeinde habe lediglich einen Raum für ihr Archiv mit 24 Stahlschränken nutzen wollen. Da die Stadt den Raum jedoch dem Musikverein zugesagt habe, sei aus der Vereinbarung nichts geworden. Nun werde das Menrikushaus weiter für kirchliche Zwecke wie die der Bücherei genutzt.
Die Schule musste kurzfristig umplanen und richtet die Küche jetzt in ihrem ehemaligen Aufenthaltsraum für Fahrschüler ein. So wird nun erst in zwei bis drei Wochen der Mittagstisch serviert, der von einem privaten Catering-Service aus Bösel geliefert wird. Die Schüler zahlen zwei Euro pro Mahlzeit.
Dennoch startet die Nachmittagsbetreuung mit Förderunterricht in Mathematik, Englisch und Deutsch. Bei der Hausaufgabenbetreuung helfen Eltern der Schüler aus. Nachmittags gibt es zudem Unterricht für den Mofaführerschein, wird in der Fahrradwerkstatt gearbeitet oder im EDV-Bereich trainiert.
Am Donnerstag ist um 8 Uhr Unterrichtsbeginn für 418 Schüler. Das sind 22 weniger als im Vorjahr. 20 Klassen werden eingerichtet, eine weniger als zuvor. Zum Lehrerkollegium zählen 32 Pädagogen, vorher waren es 33. Hermann Reiners rechnet mit einem Anstieg der Schülerzahlen im Laufe des Schuljahres durch Rückkehrer von anderen Schulen. 71 der 418 Schüler sind bereits Rückkehrer von der Realschule. Hermann Reiners: „Der größte Teil hatte von den Grundschulen eine Hauptschulempfehlung. Ich kann den Eltern nur raten, auf diese Empfehlungen zu achten, denn nicht alle Kinder überstehen den Wechsel unbeschadet.“
