Friesoythe - Eine komplette Präventionswoche zum Thema „Internet“ hatte der Präventionsrat Friesoythe organisiert. Aufgrund der guten Resonanz des ersten Präventionstages vor zwei Jahren hatte man sich in diesem Jahr für eine einwöchige Neuauflage entschieden. Doch dieses Mal fiel die Resonanz nicht so positiv aus.

Während die internen Veranstaltungen für Schüler gut verlaufen sind, fiel das Interesse bei den öffentlichen eher verhalten aus. Vor allem am Haupttag, dem Sonntag, fanden sich lediglich ein paar Leute im Forum ein. Begrüßen konnte Gerd Binder, Vorsitzender des Präventionsrates, unter anderem Bürgermeister Johann Wimberg und den künftige Bürgermeister Sven Stratmann.

„Es ist sehr schade, dass es so wenig Resonanz gab“, sagte Binder gegenüber der NWZ . So habe unter anderem die LAN-Party am Sonntag für Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit sowie -bildung und Eltern aufgrund geringen Interesses abgesagt werden müssen. Auch den Vortrag von Jens Wiemken zum Thema „Die Elektronischen Wege unserer Kinder“ sei, so Binder, nur von wenigen besucht worden. Bei der Aufführung des Wahlpflichtkurses Theater der achten Klasse der Realschule „...und jetzt sehen mich alle“ sei es „ein wenig voller gewesen“. Zum größten Teil waren es aber die Eltern der Schüler, die kamen. Woran es genau gelegen hat, dass die Resonanz so dürftig ausgefallen ist, kann Binder nur vermuten. Eventuell interessiere das Thema die Leute nicht mehr. Vielleicht seien einige überfordert oder würden sich belehrt fühlen. Genügend Werbung jedenfalls habe der Präventionsrat gemacht.

Ende November wollen sich die Organisatoren noch einmal zusammensetzen und überlegen, wie es mit dem Thema „Präventionstag“ weitergeht. Mit Sicherheit, sagt Binder, werde es aber keine ganze Präventionswoche mehr geben. Er wolle aber den „Kopf jetzt nicht in den Sand stecken“.

Denn von den Leuten, die die Veranstaltungen besucht haben, hätte es großes Lob – auch für die Professionalität der Organisation – gegeben. Vielleicht, so Binder, müsste auch über andere Konzepte nachgedacht werden.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland