HEIDE - Es kommt nicht oft vor, dass der Käufer einer Ganter-Figur diese auch gleich selbst gestalten möchte: Im Fall von Sabine Kämena aus Heide war das so.

Am Dienstag wurde der überlebensgroße Ganter auf dem Gelände von „Müllers Wurstdiele“ der Öffentlichkeit präsentiert. Es ist die erste Figur, die in Heide steht.

Der Vorsitzende des Vereins „GanterART“, Dirk Schulte Strathaus, sagte: „Unser Ziel ist, dass alle Ortschaften in der Gemeinde einen Ganter haben.“ Der Verein ist auf einem guten Weg: Der Ganter in Heide ist die Nummer 43 und der dritte, der in diesem Jahr aufgestellt wurde.

Sabine Kämena folgte bei der Ganter-Gestaltung den Firmenfarben der Fleischerei, die ihr Mann betreibt. „Er sollte aber auch natürlich aussehen“, so die Künstlerin, die dem Ganter ein Federkleid in Braun, Beige und Orange gab. Vorstandsmitglied Eckhard Eichhorn bescheinigte der Figur eine „einzigartige Kopfpartie“ und ein harmonisches Gesamtbild.

Sabine Kämena wollte ungern verraten, wie viel Zeit sie für die Bemalung in Anspruch genommen hat. Nur soviel: „Ich habe ihn am 1. Mai fertiggestellt – auf unserer Terrasse.“

Schulte Strathaus und Eichhorn überreichten der Inhaberin und Urheberin des Ganters das obligatorische Zertifikat sowie eine Plakette mit der „Serien-Nummer“.

Pünktlich zur Jubiläums-Feier der Gemeinde solle im August das Ganter-Buch fertig sein. Darin sollen dann 50 Ganter vorgestellt samt Fotos und Künstler-Biografien vorgestellt werden. „Ein paar Ganter fliegen noch eine Warteschleife. Sie landen bald“, so der frühere Fluglotse Eichhorn im Flieger-Jargon. Der nächste Ganter soll in Schlutter stehen.