HEIDMüHLE - Für ahnungslose Dritte sind es immer nur kleine Löcher, Ritzen oder Spalten, ganz gleich, ob sie sich in einem Zaunpfahl, im Strohbelag unter Dachziegeln, in einer Lehmwand oder einem Nistblock befinden. Doch für Insekten sind das die „eigenen vier Wände“.

Die Jungen und Mädchen der Grundschule Heidmühle haben mit tatkräftiger Unterstützung ihres Hausmeisters Helmut Schröder ihr neues Insektenhotel auf dem Schulhof bezugsfertig gebaut. Bis es vor dem Hoteleingang jedoch brummt und summt und kribbelt und krabbelt, wird es wohl noch etwas dauern.

Spätestens im nächsten Frühjahr sollen sich hier „Wespe Willy“ und „Heini Hummel“ heimisch fühlen sowie etliche weitere Arten von harmlosen Grab- und Schlupfwespen, Wildbienen und Käfern.

Mit dem Hotel wollen die Kinder den Insekten nicht nur naturnahe Schlupfwinkel und Möglichkeiten zur Fortpflanzung bieten, sondern auch auf die Bedeutung von Insekten im Nahrungskreislauf hinweisen und sich damit zugleich um die neuerliche Anerkennung als Umweltschule bewerben, sagt Schulleiterin Gabriele Cohrs. Den hölzernen Rohbau hatte Hausmeister Helmut Schröder gezimmert.

Nach dem Rohbau galt es, das Insektenhotel zu befüllen. Die Grundschüler kleideten die einzelnen Fächer mit Lehm, Steinen und Holz aus, arbeiteten Äste und Schilf mit ein und verstopften die Lücken in den Steinen auf einer Seite mit Lehm. Finanziert wurde das Insektenhotel von einer Aktion des Heidmühler Zoo-, Garten- und Bastelfachmarktes Popken, der der Schule den Überschuss aus seinem Firmenjubiläum von 750 Euro gespendet hatte.

„Wir hoffen, dass dort nun Insekten einziehen”, sagt Cohrs. „Wir wollen den Kindern das Wachstum der Insekten nahe bringen.” Die Kinder sollen lernen und beobachten und Natur nicht nur aus Büchern erfahren.