Dünsen - Mit einem Brief an Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, schaltet sich der Heimatverein Dünsen in die Diskussion über die drohende Schließung der Grundschule in Dünsen ein.

Die Vereinsvorsitzende Jutta Hohnholz hatte bereits während der Bürgerversammlung am vergangenen Sonntag über die Geschichte der Schule berichtet und sich für ihren Erhalt stark gemacht.

„Der Schulbetrieb besteht seit 1867 in unserem Dorf. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es nötig, durch stetiges Bevölkerungswachstum, die Schule ständig zu erweitern. Aus Gründen der attraktiven Infrastruktur besteht bis heute immer noch ein Zuzug junger Familien mit Kindern. Der Heimatverein ist an einem intakten und lebhaften Dorf interessiert, zu dem nach unserer Meinung auch unsere Schule im hohen Maße beiträgt“, schreibt Honholz.

Die Schule sei sozialer Mittelpunkt und Treffpunkt für die Familien und Kinder im Dorf.

Die Schule engagiere sich bei vielen dörflichen Veranstaltungen und trage so entscheidend zum Dorfleben bei, heißt es.

„Der Vorteil kurzer Wege, der Schulgröße, der Klassenstärke und der gemeinsamen klassenübergreifenden Aktivitäten sowie des sozialen Miteinanders sollten nicht leichtfertig dem politischen Rotstift geopfert werden“, fordert der Verein.

„In Zeiten von PISA-Studien sehen wir die Grundschule Dünsen auf dem besten Weg zur Idealvorstellung der Bildungspolitik. Gerade durch kleine Klassenstärken ist eine individuelle Förderung der Kinder möglich. Inklusion wird heute schon in dieser Schule erfolgreich gelebt und die Einführung der Eingangsstufe hat sich bewährt“, heißt es weiter. Der Heimatverein stehe in enger Kooperation mit der Grundschule. „Wir veranstalten unter anderem Ferienspaßaktionen, in denen großer Wert auf Kenntnisse in Bezug auf den Lebensraum Dorf und Natur gelegt wird.“

Mit der Forderung „Lasst die Schule im Dorf“, stelle sich der Verein hinter die Interessen der Dünsener Bürger, endet das Schreiben.