Wardenburg - Der Übergang von der Schule in das Berufsleben fällt nicht jedem Schüler leicht, da helfen auch keine Praktika während der Schulzeit. Die Eigenverantwortung nimmt zu, neue soziale Kompetenzen werden erwartet.

Doch zumindest in Wardenburg gibt es Hilfe: Die Everkampschule ist die einzige Schule im Landkreis Oldenburg, die Abgängern mit Hauptschulabschluss durch einen Berufsbegleiter den Schritt in die Ausbildung erleichtert. Rainer Strauß ist der Mann, der die Mädchen und Jungen seit Beginn der achten Klasse begleitet. Vor dreieinhalb Jahren hat der Berufsbegleiter im Auftrag der Agentur für Arbeit mit seinem Job begonnen. Seine Statistik kann sich sehen lassen: „Keiner hat bislang die Ausbildung abgebrochen“, sagt er nicht ohne Stolz. 13 Everkampschüler befinden sich in der dualen Ausbildung (Lehre und Berufsschule), sieben besuchen eine Berufsbildende Schule.

Die Berufsziele der jungen Menschen sind weit gefächert, sie reichen vom Metallbauer, Landwirt, Mauerer bis zur Modefachverkäuferin, Assistenzpflege und zum Gartenlandschaftsbau.

Wardenburg ist kein Einzelfall. Die Agentur für Arbeit setzt im am 1. Oktober 2012 fusionierten Bezirk Oldenburg-Wilhelmshaven an insgesamt neun Schulen Begleiter wie Strauß ein. „Unser großes Ziel ist es, die jungen Menschen erfolgreich in Arbeit zu vermitteln“, betont Berufsberaterin Anke Termath. Durch die Begleitung während der Schulzeit und der ersten sechs Monate der Lehre gelänge es, Probleme zu erkennen, bevor es zu spät sei. Das Organisieren von Nachhilfe, der Kontakt zu den Eltern und Firmen helfe, die Abbrecherquote zu verringern.

Verständlich, dass die Schulleitung und das Kollegium hinter dem Projekt stehen. Bis zum Schuljahr 2013/14 ist es in Wardenburg auf jeden Fall gesichert. Planungen für die weitere Zukunft seien derzeit im Gange, so die Agentur für Arbeit.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten