Hohenkirchen - Wenn Almke Gerken mit der Computermaus hantiert, dann stellt sie fest, dass es gar nicht so einfach ist, wie es etwa bei ihren Enkeln oft aussieht. „Oft springt der Zeiger auf dem Computerbildschirm wohin er will“, sagt sie. Deshalb und weil sie sich generell mit dem Computer vertraut machen möchte, denn ihre Kinder haben ihr einen Laptop geschenkt, ist die erste Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Hohenkirchen am Dienstag eine von sieben Teilnehmern, die sich von Schülerinnen und Schülern der Oberschule Hohenkirchen Nachhilfe im Umgang mit dem Computer geben lässt.

„Klicken sie mit der Maus dorthin“, sagt ihre Lehrerin Kim (13) und zeigt mit dem Finger auf den Bildschirm. „Wenn sie jetzt Enter drücken, dann haben sie einen neuen Absatz“, sagt Kim. Die 75-Jährige lernt von Kim, wie sie mit einem Schreibprogramm auf dem Computer Briefe und Rechnungen schreiben kann. „Eine Schreibmaschine benutzt heute ja niemand mehr und mit der Hand zu schreiben, ist auch nicht immer angebracht“, meint Gerken.

Der Schnupper-Kursus sei daher eine sehr gute Gelegenheit, um über den eigenen Schatten zu springen und Neues zu wagen. Nicht ganz so neu ist der Computer für Heinz Muth aus Horumersiel, er nutzt den Rechner privat und geschäftlich. „Trotzdem kann ich von den Jugendlichen noch etwas lernen und sie auch von mir“, meint Muth. Zudem will er das Projekt unterstützen: „Ich finde es klasse, wenn sich die jungen Leute engagieren“, sagt er. Und während Moritz dem 68-Jährigen erklärt, wie er ein Bild aus dem Internet in ein Dokument auf seinem Computer einfügt, erklärt Heinz Muth dem 12-Jährigen was es mit der Mehrwertsteuer auf sich hat.

Solche Gespräche beobachtet Projektleiter Heiko Hinrichs häufiger: „Beide Seiten haben Spaß und lernen voneinander“, sagt er. Damit sei das Ziel erreicht, das Projekt verbinde Generationen.

Das Projekt wird unterstützt von den niedersächsischen Sparkassen und „N21“, einer Initiative von Schulen, Verwaltung und Wirtschaft.