Tossens - Mit knapp 570 Schülern ist die Zinenzdorfschule in Tossens ins neue Schuljahr gestartet. Das sind rund 25 Kinder und Jugendliche weniger als im Schuljahr 2014/15. Andreas Diercks, der zusammen mit Dr. Thomas Siemon, Jens Schüßler und Andrea Turmann die Schulleitung bildet, begründet den Rückgang mit der demografischen Entwicklung.
Die Unterrichtsversorgung sei mit über 100 Prozent bestens, berichtete am Dienstag am Rande einer Lehrer-Fortbildung zum Thema Mobbing (siehe Info-Kasten) Andrea Turmann. 53 Lehrkräfte sind an der Schule tätig. Neu im Kollegium sind Heiko Kuhlmann, der Mathe und Physik unterrichtet, sowie Manuela Francksen mit den Fächern Biologie und Deutsch. Sie ersetzt Stefanie Degenhard, die sich zum Ende des vergangenen Schuljahres nach Cuxhaven verabschiedet hatte.
Die Schule hat nach den großen Ferien 55 neue Fünftklässler begrüßt, die in zwei Oberschulklassen und einer Gymnasiumsklasse unterrichtet werden. Das neue Schuljahr ist dabei ein historisches Jahr für die Zinzendorfschule. Zum letzten Mal gibt es in Tossens eine Haupt- und eine Realschulklasse. Die beiden Schulformen laufen zum Ende des aktuellen Schuljahres aus. Damit wird die 2011 eingeläutete Umwandlung in eine Oberschule endgültig vollzogen sein.
Das Gymnasium und die Oberschule sind in Tossens zwei klar voneinander getrennte Bereiche. Gleichwohl verstehe sich die Zinzendorfschule als eine „kooperative Gesamtschule“, betont Andrea Turmann.
Das bedeutet, dass die Lehrkräfte in beiden Schulen unterrichten. Und es bedeutet auch, dass es viele schulübergreifende Angebote gibt, die sowohl die Gymnasiasten wie auch die Oberschüler wahrnehmen können. Dazu zählen unter anderem die Hausaufgabenbetreuung „Lernzeit“, die Lese- und Rechtschreibförderung (LRS) und die Besuche außerschulischer Lernorte – darunter das Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel sowie die Umweltstation in Iffens; mit beiden Institutionen arbeit die Schule eng zusammen.
Jede Menge Theater gibt es an der Zinzendorfschule nicht nur im Unterrichtsfach Darstellendes Spiel, sondern auch in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. Indem sie dem Theaterspielen eine besonders hohe Bedeutung beimisst, nimmt die Schule eine Sonderstellung ein. Kein anderer Bereich sei so gut dazu geeignet, soziale Kompetenz zu trainieren und die Persönlichkeit zu stärken, ist Andreas Diercks überzeugt.
Neu an der Schule ist ein Förderprogramm, das sich an Gymnasiasten der Klassen 5 bis 7 richtet, die Schwierigkeiten mit Mathe und Fremdsprachen haben. Es soll in der kommenden Woche starten.
