Rastede - Zum 1. Februar wird an der Grundschule Feldbreite eine Sprachlernklasse für Flüchtlingskinder eingerichtet. Dies habe die Niedersächsische Landesschulbehörde genehmigt, sagte am Dienstag der Leiter des Rasteder Sozialamts, Fritz Sundermann, in der öffentlichen Sitzung des Sozialausschusses. Im Wesentlichen ging es um die Flüchtlingssituation in der Gemeinde Rastede.
Ab dem kommenden Sommer soll die neue Sprachlernklasse allen Flüchtlingskindern aus der Gemeinde Rastede zur Verfügung stehen. Dann sei nach der Fertigstellung des Anbaus an der Grundschule Feldbreite genügend Platz vorhanden. Anfangs werden voraussichtlich nur die Grundschüler der Feldbreite berücksichtigt werden können.
25 000 Euro für Kita
Die Gemeindeverwaltung rechnet sich außerdem Chancen aus, für den Kindergarten am Voßbarg eine Förderung in Höhe von 25 000 Euro aus dem neuen Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ zu erhalten. Als einziger Kindergarten in der Gemeinde Rastede sei die Einrichtung am Voßbarg antragsberechtigt, sagte Sundermann. Der Ausschuss gab einstimmig grünes Licht, dass sich die Verwaltung um die Förderung bemühen darf.
Die 25 000 Euro sollen Personal- und Sachausgaben decken. Für vier Jahre soll eine Fachkraft mit einer halben Stelle in dem Kindergarten die Sprachförderung begleiten. Das Programm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgelegt und startet bundesweit im Januar 2016.
Soll noch nicht erfüllt
Sundermann gab ferner einen Überblick über die Entwicklung der Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung. Von den 148 bis Januar aufzunehmenden Personen seien 46 eingetroffen. „Bei den noch offenen 102 Personen wissen wir nicht, wann und in welcher Zusammensetzung sie zu uns kommen“, sagte Sundermann. Heißt, ob es sich um Familien oder um alleinreisende Personen handelt. Gleiches gelte für weitere 25 Personen, die im Zuge der Amtshilfe aufzunehmen sind. Elf Schutzsuchende aus dieser Sonderzuweisung wurden bereits aufgenommen.
Geändert hat sich derweil offenbar die Zahl der Personen, die in den Containern auf dem Sportplatz Kleibrok untergebracht werden sollen. Bislang hatte die Verwaltung betont, keine Einheiten mit mehr als 30 Personen schaffen zu wollen. Am Dienstag hieß es, dass auf dem Sportplatz 32 Personen einziehen sollen.
