Jever - Jede einzelne der drei Kerzen hat einen eigenen Namen: Frieden, Freude und Liebe. Doch jede von ihnen wurde auch immer wieder ausgepustet. „Es gibt zu viel Krieg“, sagt etwa die Kerze Frieden. „Die Menschen haben verlernt, sich über Dinge zu freuen“, sagt etwa Freude. Doch zum Glück gibt es da noch eine vierte Kerze. . .

Zur Adventsfeier haben die Schülerinnen und Schüler der Paul-Sillus-Schule in Jever ein buntes Programm an Theater- und Musical-Stücken aufgeführt. Einstudiert hatten sie das mit den Lehrerinnen Beate Germelmann und Stefanie Weber.

Neben bekannten Liedern wie „Kommet ihr Hirten“ gab es dabei auch ein paar neue Stücke zu hören: Zum Beispiel einen Rap über die Geburt Jesu. Dazu waren die Kinder als Weihnachtsmänner, Geschenke oder als Kerzen verkleidet. Das besonders Schöne: Die Kinder hörten sich gegenseitig aufmerksam zu, applaudierten und bejubelten kräftig die Aufführungen ihrer Mitschüler.

Kräftig Applaus gab es auch bei einer zusätzlichen Überraschung für die Kinder: Uwe Ahlers von einer Autowerkstatt aus Schortens und Großvater von Schülerin Lina hat eine Seifenkiste an die Schule gespendet. Sie stammte von einem seiner Kunden und Ahlers hatte sie wieder gefunden, auf Vordermann gebracht und nun den Kindern überreicht.

So können sie am Seifenkistenrennen im Sommer in Jever teilnehmen. Und Erhard Bruns vom Förderverein der Schule versprach: „Sollte irgendetwas kaputt gehen und ausgebessert werden müssen, dann kommt zu uns: der Förderverein kümmert sich darum und übernimmt die Kosten.“

Über diese vorzeitige Bescherung freuten sich die Kinder riesig. Übrigens auch über das Ende der Geschichte der drei Kerzen – denn sie endete natürlich gut.

Denn zum Glück gab es da noch die vierte Kerze namens Hoffnung. „Und so lange ich brenne, kann ich auch immer weder die anderen Kerzen anzünden und Licht schenken.“ Denn die Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt