HOHENKIRCHEN - Stromgewinnung aus Sonne und Wind und Energieerzeugung über eine Kurbel stehen noch bis zu den Weihnachtsferien auf dem Stundenplan der Oberschule Hohenkirchen. Beide 5. Oberschulklassen, alle Hauptschulklassen und die 10. Realschulklasse sind an dem Projekt beteiligt und verbringen einen Unterrichtstag in der Energie-Werkstatt mit Stephanie Meißner und Karl-Heinz Raczek von EWE.

Dort bauen die Jugendlichen Windräder und Kurbelleuchten, Solarboote und Windmesser, dazu gibt es Messreihen und Experimente. „Das Projekt ist eine tolle Sache: Es ist praktisch orientiert und führt die Schülerinnen und Schüler an regenerative Energieerzeugung heran“, lobt Schulleiterin Berta Paasman. Zugleich werden Themen aus dem Physik-Unterricht praktisch aufgegriffen. Und die Schüler arbeiten mit Werkzeug und Maschinen, die die Schule sonst nicht zur Verfügung hat.

Der Oldenburger Energieversorger EWE hat dazu sein Energiemobil nach Hohenkirchen geschickt, das komplette Werkstätten sowie Bau- und Infomaterial an Bord hat. Die Energiemodelle werden aus Kunststoffrohren und Lochstreifen gebaut – dabei lernen die Mädchen und Jungen zu bohren und zu fräsen, zu sägen und zu schrauben. Alle für die Arbeitsschritte erforderlichen Maschinen laufen mechanisch, nur die Bohrmaschine braucht Strom.

„Ich finde es interessant, mit solchen Maschinen zu arbeiten“, sagt Tomas aus der 8ah. Zwar bastele er auch sonst ab und zu, „aber nicht so“, meint er. Die Klasse baute am Dienstag eine Kurbelleuchte. Dabei wird über ein Reibradgetriebe ein Solarmotor angetrieben, der erzeugte Strom reicht aus, um eine Diode zum Leuchten zu bringen.