HOHENKIRCHEN - Zehn bis zwölf Kinder werden täglich betreut. Der pädagogische Mitarbeiter Horst Huber sorgt für die Lust am Lernen.

Von Melanie Hanz

HOHENKIRCHEN - Die Hausaufgabenbetreuung an der Grundschule Hohenkirchen ist ein Erfolg – und dennoch ist ihr Fortbestehen ungewiss. „Wir suchen händeringend Sponsoren, die dieses wichtige Angebot unterstützen“, sagt Schulleiterin Anke Kreye.

Seit März vergangenen Jahres hilft Horst Huber, pädagogischer Mitarbeiter und Vertretungslehrer an der Grundschule, nachmittags zehn bis zwölf Schülern der Klassen 1 bis 4 bei den Hausaufgaben. Die Kinder werden von den Klassenlehrern für die Extra-Förderung ausgesucht.

„Hier wird nicht geknüppelt und gepaukt, ich versuche vielmehr, den Kindern Freude am Lernen zu vermitteln“, erläutert Huber sein Konzept. Für viele Kinder seien Hausaufgaben eine lästige Pflicht – und das umso mehr, je weniger Hilfe sie zu Hause dabei bekommen oder je weniger sie mit dem Lernstoff Schritt halten können, weiß Huber. „Die Kinder brauchen einfach ein bisschen Anschub, jemanden, der verlässlich ansprechbar ist und natürlich Lob“, hat er festgestellt.

Der Erfolg gibt ihm recht: So gibt es statt der wackeligen 4 im Diktat ab und zu jetzt auch mal eine 2 und das mühselige „Türmchenrechnen“ macht den meisten Kindern inzwischen richtig Spaß.

Träger der Hausaufgabenbetreuung ist das Diakonische Werk Friesland, das die Anschubfinanzierung für das Projekt in Höhe von 5000 Euro von der „Aktion Mensch“ an den Grundschul-Förderverein vermittelt hatte. Für die Kinder ist das Angebot kostenlos.

Die Förderung läuft im Sommer aus. „Es wäre schade, wenn ein so erfolgreiches Projekt nach einem Jahr schon wieder eingestellt werden müsste“, sagt Lena Fischer, Integrationsberaterin beim Diakonischen Werk. Und auch Johanne Rehberg, Vorsitzende des Grundschul-Fördervereins, hofft auf Sponsoren zur Fortsetzung der Hausaufgabenbetreuung. Denn Förderverein und Diakonie sind nicht in der Lage, das Projekt finanziell zu stemmen.