HOHENKIRCHEN - Wenn am Freitag, 25. März, alle Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule Hohenkirchen ins Wochenende gegangen sind, wird eine Spezialfirma anrücken, um den Chemieübungsraum gründlich zu reinigen: Dort waren bei der Entsorgung von Alt-Chemikalien vor knapp zwei Wochen asbesthaltige Arbeitsplatten für Schülerversuche entdeckt worden.
Die Arbeitsplatten wurden am gleichen Tag noch fachgerecht entsorgt, der Chemieraum vorübergehend geschlossen und eine Untersuchung der Raumluft auf Asbestfasern durch das Chemische Untersuchungsamt Emden vorgenommen – der Befund ergab völlig unbedenkliche Werte. Allerdings könnte sich in dem Schrank, wo die metallbeschichteten Platten gelagert wurden, asbesthaltiger Staub angesammelt haben, der bei der Reinigung entsorgt wird.
„Die spezielle Reinigung des Raums ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, betonte am Mittwoch Stefan Thöle vom Gebäudemanagement des Landkreises. Gefahr für die Gesundheit von Schülern und Lehrern habe nicht bestanden. „Dennoch nehmen wir den Fund ernst“, sagte er.
Zurzeit wird bei sämtlichen Schulen in Friesland nachgefragt, ob dort ähnliche Arbeitsplatten verwendet werden – auch diese sollen dann entsorgt und die Räume gereinigt werden.
