HOHENKIRCHEN - Die Decken bestehen aus einem Gerippe von Schienen, Rohren und Leitungen, und wer zum Schulbüro will, muss über Werkzeug und Kabel steigen: Auch im Schulzentrum in Hohenkirchen wird die Ferienzeit genutzt, um das Gebäude zu sanieren.
Der Landkreis nimmt als Schulträger für die Innensanierung 254 000 Euro in die Hand (dieNWZ
berichtete). Nach Angaben von Bernd Janzen, Leiter des Baumanagements bei der Kreisverwaltung, werden vor allem die Werkräume, der Musikraum, der Computerraum und Teile des Flurs modernisiert. Neue Deckenkonstruktionen sorgen dann für eine bessere Akustik.Neue Beleuchtung
Gleichzeitig werden die Räume mit neuen Leuchten, Präsenzmeldern und tageslichtabhängigen Steuerungen ausgestattet. Künftig geht das Licht an, wenn der Raum betreten wird, und verlischt, wenn er verlassen wird. Zudem wird das Kunstlicht automatisch gedämmt, wenn das Tageslicht heller wird. Außerdem können einzelne Räume künftig getrennt voneinander beheizt werden – alles dient dem Ziel, Energie zu sparen. Am Ende gibt es neue Bodenbeläge und frisch gestrichene Wände. „Das hilft auch gegen Vandalismus und Schmierereien“, weiß Schulleiterin Berta Paasman: „Wenn wir zeigen, dass etwas wertvoll ist, gehen die Schüler auch sorgfältiger damit um.
Die Innensanierung der Schule begann bereits 2009 – damals unter anderem mit der Modernisierung der Aula. Zuvor war die Hülle der zwischen 1950 und 1970 gebauten Schule komplett saniert und unter anderem mit neuen Fenstern und einem neuen Dach ausgestattet worden.
Eine „Frischekur“ erhält auch der Schulsportplatz: der Rasen wird entlüftet und entwässert.
Wie berichtet startet im Schulzentrum Hohenkirchen zum neuen Schuljahr die Oberschule. Während die bisherige Haupt- und Realschule in den höheren Klassen ausläuft, wächst ab Klasse fünf die Oberschule nach. „Hier gibt es keine Klassentrennung mehr zwischen den Schulformen, die Klassen werden nach den Wünschen der Familien und nicht nach der Schulempfehlung der Grundschule zusammen gestellt“, erklärt Berta Paasman.
Schülerzahl sinkt
Damit handele die Schule ganz im Sinne des Landkreises, der bei der Einführung der Oberschule Wert auf Integration lege, sagte Landrat Sven Ambrosy. Das System helfe, den Schülern in ihrer Schullaufbahn optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.
Während Haupt- und Realschule bislang in der Regel jeweils zweizügig waren, wurden für Klasse fünf in der neuen Oberschule nur rund 35 Kinder angemeldet. Dadurch bleiben die beiden Klassen mit jeweils 17 bis 18 Kindern überschaubar.
Hauptgrund für den Rückgang der Schülerzahlen sei, dass es im Wangerland immer weniger Kinder gibt, sagt Berta Paasman. Die Schule stehe aber auch in Konkurrenz zu anderen Schulen wie die Gesamtschule Friesland in Schortens und weiter führende Schulen in der Nachbarstadt Wilhelmshaven.
