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Bildung Hoher Zulauf sorgt für Raumnot in der Förderschule

Hude/Landkreis - Steigende Schülerzahlen verzeichnete in den vergangenen Jahren die Förderschule Vielstedter Straße in Hude. Aktuell werden dort 92 Schülerinnen und Schüler in 13 Klassen im Bereich „Geistige Entwicklung“ unterrichtet. Das berichtete Schulleiterin Uta Komendzinski bei einem Besuch der Fraktionen des Kreistages. Die Förderschule hatte die Politiker eingeladen, um einen Einblick in den Alltag zu geben und den spezifischen sonderpädagogischen Unterricht vorzustellen. Und es sollte auf die mittlerweile beengte räumliche Situation aufmerksam gemacht werden.

Hohe Qualität der Arbeit

Alle Kreistagsabgeordneten hätten sich beeindruckt gezeigt von der professionellen Arbeit, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten sei, so Komendzinski. „Die hohe Qualität der Arbeit erfordert einen entsprechenden Rahmen“, stellte die Schulleiterin fest.

Durch die steigenden Schülerzahlen und durch ergänzende therapeutische Angebote sowie den Ganztagsbetrieb, sei der Raumbedarf der Schule entgegen der bisherigen Prognosen gestiegen.

Laut Komendzinski überarbeitet die Schule zurzeit ihr Raumkonzept aus dem Jahr 2008. Man wolle es dem Landkreis als zuständigem Schulträger zu Beginn 2017 vorlegen. In der Hoffnung, damit den erforderlichen Impuls für mögliche, räumliche Erweiterungen in Hude zu setzen.

Die aktuelle Situation sei von Raumnot geprägt, erfuhren die Besucher, unter ihnen auch Kreis-Schulamtsleiter Maik Ehlers.

Essen lagert im Flur

Klassen-, Differenzierungs- sowie Fachräume fehlen. „Zurzeit müssen zu viele Kompromisse bei der Raumnutzung eingegangen werden. Zum Beispiel gibt es keinen Raum für das angelieferte Mittagessen. Dieses muss im Flur gelagert und ausgegeben werden“, so Komendzinski.

Um der inklusiven Beschulung gerecht zu werden und dennoch den Schülerinnen und Schülern mit geistiger Beeinträchtigung das Recht auf sonderpädagogische Unterrichtsbedürfnisse zu gewähren, habe die Förderschule Hude das Modell der Kooperation mit der Grundschule Hude-Süd vor vier Jahren auf den Weg gebracht. Mit Erfolg.

Wertvolles Modell

„Ein wertvolles Modell, das von allen Seiten positiv gesehen wird“, so die Schulleiterin. Im nächsten Jahr läuft der erste Durchgang nach vier Schuljahren aus. Die beiden Schulen und auch der Landkreis möchten diese Arbeit ab dem Schuljahr 2017/2018 mit einer neuen ersten Klasse fortsetzen. Komendzinski könnte sich vorstellen, auch noch eine weitere Klasse nach diesem Kooperationsmodell einzurichten, in Hude, vielleicht auch in Ganderkesee. Weil es schon wichtig sei, kurze Wege beizubehalten. Hude habe den großen Vorteil, dass die Fachkompetenz mit dem Team der Förderschule vor Ort sei.

Eventuell aufstocken

Die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen würden im Primarbereich schon seit Jahren an den Huder Grundschulen und ab der fünften Klasse an der Oberschule unterrichtet und von Förderschullehrkräften teilweise begleitet. Die im Stammhaus an der Vielstedter Straße freigewordenen Raumkapazitäten seien jedoch vom unerwartet gestiegenen Bedarf im Bereich „Geistige Entwicklung“ eingenommen worden.

Lösen lässt sich das Raumproblem wohl nur durch bauliche Erweiterung. Eventuell ließe sich der schon vorhandene Neubau am Standort aufstocken, so Komendzinski.

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