HOLLEN - Gleich mehrere gute Nachrichten konnte Hilbert Grotelüschen, Leiter des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) Hollen, am Freitag bei seiner Präsentation der Jahresbilanz verkünden. Die erste lautete: „Der Landkreis Oldenburg und die Stadt Delmenhorst haben zugestimmt, die jährliche Kündbarkeit ihrer Zuschüsse an uns in Richtung einer Kündigungsfrist von zwei Jahren zu verändern.“ Damit, so Grotelüschen, habe die Einrichtung größere Planungssicherheit und stehe letztlich auf sichereren Füßen.
Zudem müsse auch nicht mehr jährlich dem Rechnungsprüfungsamt vorgetragen werden. „Unsere Bilanzen legen wir ohnehin offen, wenn wir die Gemeinnützigkeit beantragen“, erläuterte der ehrenamtlich tätige Grotelüschen, „dies ein zweites Mal tun zu müssen, kostete erstens unnötig Geld und zweitens Arbeitskraft.“
Doch auch die Veranstaltungszahlen gehen weiter steil nach oben – insbesondere in den Themenfeldern Landwirtschaft und Ernährung mit 214 Veranstaltungen (2006: 162) und Energie mit 68 Veranstaltungen (2006: 39). Insgesamt fanden im RUZ im Jahr 2007 ganze 456 Veranstaltungen statt – das sind 97 mehr als im Vorjahr.
„Wachstum hat es in erster Linie über das Projekt ,Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah‘ gegeben“, erläuterte Marina Becker-Kückens, die als einzige pädagogische Mitarbeiterin hauptamtlich im RUZ tätig ist. Hier handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe, die sich neben Schulklassen auch an Erwachsene richtete und regionale Produkte und deren Verarbeitung zum Thema hat. Derzeit ist die Einrichtung bemüht, die Förderung des Projektes über März 2008 hinaus zu sichern. „Es wäre schon sehr schade, wenn unsere zwei Mitarbeiterinnen diese tolle Arbeit nicht fortführen könnten“, sagten Grotelüschen und Becker-Kückens einhellig.
Doch auch das Energiespar-Projekt in Kooperation mit Schulen und Schulträgern sorgte für wachsende Veranstaltungszahlen. Neben Delmenhorster Schulen war kürzlich auch eine Wildeshauser Schule eingestiegen (die NWZ berichtete).
Insgesamt, so teilte Grotelüschen mit, hätten 198 Schulklassen aus dem Landkreis und 204 Klassen aus der Stadt Delmenhorst das RUZ besucht. Die Grundschulen machen hierbei jeweils den weitaus größten Anteil aus. Die Zahl der Mitarbeiter – oft jedoch nur tageweise und projektbezogen beschäftigt – belaufe sich auf 31 Personen.
