HOLLEN - „Jahre, fast schon Jahrzehnte lang“ habe Franz-Otto Müller auf seinen Einsatz beim RUZ gewartet, sagte Hilbert Grotelüschen, Geschäftsführer des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) in Holle. Jetzt wurde der 57 Jahre alte Pädagoge als neue vom Land Niedersachsen freigestellte Lehrkraft vorgestellt.

Mit dem Braker Berufsschullehrer arbeiten in Holle nun vier Lehrer jeweils einen Tag lang. Zweites neues Gesicht im RUZ ist Ingrid Ostendorf von der Grundschule Sandkrug, Sie vertritt ihren Kollegen Thorsten Tiarks für ein Jahr.

„Wir sind froh, mit Herrn Müller einen sehr engagierten Kollegen hier begrüßen zu dürfen“, freute sich Grotelüschen. Müller selbst sieht seine Aufgabe im Bereich „Natur und Wald“. Der 57-Jährige ist auch in seiner Freizeit der Natur sehr verbunden. Er leitet die NABU-Kreisgruppe, ist Landschaftswart der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch, Jäger und Falkner. Mit seinen Klassen ist Müller auch schon öfter im RUZ Hollen zu Gast gewesen, „und er hat immer wieder nachgefragt, ob er bei uns mitmachen könne“, erinnerte sich Grotelüschen.

Jetzt hat es geklappt. Das Land Niedersachsen stellt den 27 Regionalen Umweltzentren eine feste Anzahl an Lehrern für einen Tag in der Woche frei. Müller wird am Dienstag, Ingrid Ostendorf am Mittwoch in Hollen tätig sein. „Vier Lehrkräfte sind erst ab diesem Jahr in Hollen eingesetzt“, sagte Grotelüschen. Das sei auch bitter nötig: In der Regel würden im RUZ zwei Projekte am Tag betreut. Gerade im Bereich „Natur und Wald“ herrsche eine besonders große Nachfrage, erklärte Marina Becker-Kückens, hauptamtliche pädagogische Mitarbeiterin des RUZ.

Bei so viel Arbeit ist eines klar: Mit den fünf Stunden, die die Lehrer dem RUZ am Tag zur Verfügung stehen, kommen sie hinten und vorne nicht aus. Für den Naturfreund Müller aber ist es kein Problem, länger in Holle zu bleiben. Denn dort wollte er ja schon lange hin. Nächste Woche geht es für ihn zu seinem ersten Walderfahrungstag mit Schülern ins Gehölz.