HOLLEN/LEMWERDER - Das Bangen um die Unterstützung ist beendet: Die Stadt Delmenhorst und der Landkreis geben 50 000 Euro.

Von Nadia-Zakia Chelly

und Hauke Fooken

HOLLEN/LEMWERDER - Steigende Energiepreise belasten kommunale und private Haushalte in zunehmenden Maße. Dass das Regionale Umweltzentrum Hollen (RUZ) in solchen Zeiten besonders gefragt ist, wundert da kaum. Jetzt hat die Gemeinde Lemwerder mit dem Umweltzentrum, das Kommunen seit Jahren beim Energiesparen hilft, Kontakt aufgenommen

Zentrum-Mitarbeiter Martin Brinkmann und Michael Sorg präsentierten dem Umweltausschuss in Lemwerder ihren „verhaltensorientierten Ansatz“, den sie insbesondere an Schulen verwirklichen. Nach Schulen in der Gemeinde Ganderkesee und in der Stadt Delmenhorst sollen sich jetzt drei Grundschulen in der Wesermarsch beteiligen. In Kürze wird der Gemeinderat über eine Realisierung des Energiespar-Projektes entscheiden.

Der Erfolg gibt den Umwelt-Spezialisten recht: Schulen, die von ihnen beraten wurden, konnten ihre Energiekosten um bis zu 20 Prozent senken. Und das geht ganz einfach: „Schüler, die sich zu Energieteams zusammenschließen, tragen die Verantwortung. Sie achten darauf, dass in den Pausen kein Licht brennt und kein Wasserhahn unnötig läuft“, erklärt Hilbert Grotelüschen, 1. Vorsitzender vom RUZ. 30 Prozent des eingesparten Geldes dürfen die Schulen behalten. Weitere 30 Prozent gehen an die Gemeinde, zehn Prozent fließen in einen Topf, der an kleine Schulen verteilt wird. Die restlichen 30 Prozent fließen auf das Konto des RUZ. „Von diesem Betrag trägt sich auch das Energiespar-Projekt“, sagt Grotelüschen.

Für den Betrieb der Einrichtung erhält das RUZ von der Stadt Delmenhorst 30 000 Euro, vom Landkreis 20 000 Euro. Vor knapp einem Jahr mussten Grotelüschen und sein Team noch um die Zuschüsse aus Delmenhorst bangen, die Verwaltung sah sich zu Sparmaßnahmen gezwungen. „Doch das haben wir ausgestanden“, so Grotelüschen. Die Wahl des neuen Stadtrates habe einiges bewirkt. Die Unterstützung der Arbeit des RUZ wird jetzt nicht mehr in Frage gestellt: „Es besteht ein Konsens hinweg durch alle Parteien.“