HOLLEN - Kleine Brötchen backen, das kann man im Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Hollen lernen, genauso wie große oder verschiedene Sorten Brot. Hilke Eckmann bietet am 13. März den Kursus „Vom Korn zum Landgebäck“ an – und dabei können die Teilnehmer nicht nur das Backen im Steinbackofen miterleben, sondern auch diverse Brotsorten herstellen und selbst verkosten. Meist sind es allerdings Teilnehmerinnen, die sich in den RUZ-Seminaren Anregungen für schmackhafte Rezepte mit Zutaten aus der Region holen.
Dreiteilige Serie
Hilke Eckmann hat bereits Erfahrungen mit diesen Kursen. Sie arbeitet als abgeordnete Lehrerin zeitweise mit Schülerinnen und Schülern im RUZ, hat darüber hinaus aber auch schon Kurse für Erwachsene abgehalten. Und genau darum geht es auch im Korn-Kurs. Er ist Auftakt einer dreiteiligen Serie, mit dem sich das RUZ in diesem Jahr erneut der Erwachsenenbildung widmet. Und das mit großem Erfolg.
„Es rufen schon wieder etliche Menschen an und fragen nach, wann es endlich los geht“, berichtete RUZ-Chefin Marina Becker-Kückens. Das Kursprogramm musste reduziert werden, weil eine Dozentin in den kommenden Monaten krankheitsbedingt ausfällt. Am 12. Juni geht es im zweiten Erwachsenen-Kursus um eine kulinarische Reise durch den Bauerngarten, wobei neben Wild- und Küchenkräutern auch essbare Blüten probiert werden. Der dritte Kurs ist auf den 6. November terminiert und beschäftigt sich mit „wilden Früchtchen“. Die Teilnehmer lernen, aus heimischen Früchten Sirup, Marmelade, Konfitüren, Desserts und Likör herzustellen.
Die Teilnahme kostet 15 Euro. Die Kurse starten jeweils um 14.30 Uhr und dauern etwa vier Stunden. Anmeldungen sind im RUZ unter 04223/95056 möglich.
Mehr selbst gemahlen
Die Auftaktveranstaltung liegt Hilke Eckmann besonders am Herzen, weil sie auch privat selbst Brot backt. Dabei schwört sie auf selbst gemahlenes Mehl. „Da sind nicht nur alle Nähr- und Ballaststoffe drin, sondern es ist nach dem Mahlprozess auch warm“, sagte die Dozentin am Freitag bei der Vorstellung. Brotgetreide in kleinen haushaltsüblichen Mengen zu bekommen, sei heute nicht mehr problematisch. Und damit das Brot auch ohne Konservierungsstoffe länger frisch bleibt, sollten größere Portionen eingefroren werden. Zum Backen sei ein normaler Küchenherd durchaus ausreichend. Mit über 300 Euro allerdings recht aufwendig ist die Anschaffung einer Getreidemühle.
