HOLLRIEDE - Die Kinder haben erfahren, wie nützlich Insekten sein können. Es wurden „Häuser“ gebaut.

von kerstin schumann

HOLLRIEDE - Nele tippt auf einen Backstein: „Mit Ton machen wir auf der einen Seite die Löcher dicht, damit die Insekten besser schlafen können. Die nisten da nämlich drin. Jedes Loch ist eine Hütte.“ In Sachen Insekten kann man der Neunjährigen nicht viel vormachen. Sie hat sich ebenso wie rund 40 weitere Kinder zu einer Aktion im Bienenpark Hollriede angemeldet. Die Zeitschrift Geo hatte zum „Tag der Artenvielfalt“ aufgerufen, und zwei erste Klassen der Brakenhoffschule sowie eine dritte Klasse der Grundschule Halsbek hatten sich beteiligt.

Im Bienenpark haben die Kinder einen Vormittag lang „Insektenhausen“ gebaut. Dreieckige Rahmen wurden mit Stroh, Bambus und anderen Materialien gefüllt, die Florfliegen, Solitärbienen und -wespen lieben, hinzu kamen Backsteine und Holzklötze mit Löchern. Der neunjährige Tobias hat sogar aus Ton eine Biene geformt und sie vor das Insektenhaus gestellt: „Jetzt wissen die Bienen, dass sie hier rein können.“

Den Kindern Natur nahe zu bringen und Interesse zu wecken, ist ein Anliegen der Stiftung „Bienenpark“. Neben Führungen werden Aktionen angeboten, die unter anderem in Zusammenarbeit mit den Dozentinnen von „grün & bunt“ aus Wilhelmshaven organisiert werden. Biologin Conny Perschmann und Umweltpädagogin Claudia Amann-Dakau sind auch jetzt beim Bau von „Insektenhausen“ gefragt. Unterstützt von den Lehrerinnen der Kinder und einiger Eltern wird auf dem Hollrieder Gelände gesägt und gebohrt.

Das Naturerlebnis kommt bei den Teilnehmern sichtlich an. Rike beispielsweise fand Insekten früher „ein bisschen eklig“, doch jetzt nicht mehr. Etliche Kinder schwärmen davon, nun auch im elterlichen Garten einen Brutplatz für Insekten zu schaffen. Wer in die Häuser von „Insektenhausen“ eingezogen ist, davon können sich die Kinder im nächsten Jahr bei einer Folgeaktion überzeugen.

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NWZ/AMMERLAND/.1