Barßel - Vor 20 Jahren wurde das ehemalige Krankenhaus St.-Elisabeth-Stift in Barßel geschlossen – heute befindet sich in dem Gebäude das Gesundheitszentrum. Die ehemaligen Mitarbeitervertreter nehmen den historischen Jahrestag zum Anlass, um sich an diesem Samstag, 8. Juli, um 15 Uhr noch einmal vor ihrem ehemaligen Arbeitsplatz an der Lange Straße in Barßel mit allen damaligen Mitarbeitern des Krankenhauses zu treffen. „Ob Reinigungskraft, Ärzte, Pfleger, Sanitäter oder Angestellte – alle sind willkommen“, sagt Heiner Witten, der zusammen mit Marion Többen, Martha Schliep und Christel Krone das Wiedersehen organisiert. Man wäre mehrfach darauf angesprochen worden, nach 20 Jahren so ein Treffen zu organisieren.
Insgesamt waren 1997 115 Mitarbeiter am Krankenhaus beschäftigt. „Wir haben bisher rund 60 Anmeldungen bekommen. Das ist sehr erfreulich“, sagt Heiner Witten. Denn alle Kollegen habe man einfach nicht erreichen können. „Insbesondere bei den weiblichen Mitarbeitern war das nicht so einfach, denn der größte Teil ist verheiratet und wir hatten nur den Mädchennamen“, so die damalige Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Martha Schliep. Ein Teil der ehemaligen Kollegen sei auch bereits verstorben.
Das Treffen beginnt mit einem Stehcafé. Es schließt sich eine Führung durch das jetzige Gesundheitszentrum mit dem Geschäftsführer der Caritas Barßel-Saterland, Carsten Huslage, an. Danach gibt es einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Das Treffen endet dann im Hotel Ummen in Barßel mit einem Abschlussbuffet.
„Wir wollen den alten Weg noch einmal gehen“ haben die Organisatoren als Motto des Wiedersehens ausgegeben. Noch heute sei man traurig, dass so ein zur damaligen Zeit modernes Krankenhaus die Türen schließen musste. Und das trotz großer und mehrfacher Protestaktion.
Es gab vor 20 Jahren auch einen großen Protestmarsch durch den Ort sowie verschiedenen Kundgebungen. Politiker seien auch eingeschaltet worden. Doch nichts habe geholfen.
„Das Krankenhaus wurde geschlossen. Die Mitarbeiter verloren ihre Arbeit“, bedauert Witten heute noch die Ereignisse von damals. „Gott sei Dank haben die meisten Mitarbeiter wieder eine Anstellung gefunden.“
