HORUMERSIEL - Am Sonnabend, 25. Juni, wird zum 42. Mal die Horum-Regatta ausgesegelt. Die Segelkameradschaft Horumersiel erwartet rund 60 Segelyachten und Jollenkreuzer zur größten segelsportlichen Veranstaltung im Jaderevier. Der Startschuss fällt gegen 9 Uhr auf Schillig-Reede. Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes mit westlichen Winden um 4 Beaufort lassen einen schönen Segeltag erwarten.

„Wir wollen nach Möglichkeit die alten Kurse hinaus zur Position des Feuerschiffs Weser segeln“, erklärte Regattawart Tanno Kruse. Entscheiden werde man das in genauer Kenntnis der Wettervorhersage erst am Freitagabend.

Die Horum-Regatta wird seit 1970 ausgetragen. Und für die Kurse gilt: Nichts ist so beständig wie der Wechsel. Deshalb wurden die Regattastrecken immer wieder verändert. Aber über die Jahrzehnte blieb die Horum-Regatta stets eine Seewettfahrt, die hinaus führt in die Deutsche Bucht – und dabei soll es auch 2011 bleiben. Lediglich für die Jollenkreuzer auf der „kleinen Bahn“ gibt es eine Regattastrecke auf der Jade.

Die Segelboote werden in mehrere Klassen eingeteilt und die gesegelten Zeiten mit „Yardstick“-Faktoren verrechnet, um eine möglichst gerechte Vergleichbarkeit zu erreichen. Diese Arbeit der Regattaleitung organisiert zuverlässig Werner Ströher aus Hohenkirchen.

Die Wettfahrtleitung wird auf dem Startschiff „Gesine“ das Geschehen verfolgen und die Zielzeiten stoppen. Noch am Abend sollen durch den SKHS-Vorsitzenden Weert Siuts die Sieger geehrt werden und die Wanderpreise vergeben werden.

Ein mit Legenden behafteter Wanderpreis kommt neu hinzu: Für das schnellste SKHS-Schiff auf der großen Bahn geht es um das Original-Steuerrad der „Balmoral“. Die „Balmoral“ ist jener Stückgutfrachter, der am 12. März 1967 in einer Sturmnacht durch Navigationsfehler auf der Mellumplate festkam. Das Wrack enterten dann später Segler aus Horumersiel und bewahrten einige Ausrüstungsgegenstände vor der Zerstörung durch die See.

Mehr als 40 Jahre hat das hölzerne Steuerrad aus Edinburgh, das inzwischen gut 100 Jahre alt sein mag, auf dem Dachboden eines Bauernhauses gelagert, ehe es nun als ewiger Wanderpreis der SKHS einen Platz im Seglerheim „Südkantine“ erhält. Von der „Balmoral“ zeugen nur noch wenig rostige Reste der Spanten, die aus den gefährlichen Mahlsänden herausragen.