Hude - Laut war es am Freitag rund um die Grundschule Hude-Süd: Etwa 250 Kinder, ausgestattet mit Trillerpfeifen, Plakaten und Handschuhen, waren beim Unterrichtsgang dabei. Beim Gang durch das Schulviertel haben sie zusätzlich Müll gesammelt. Mit dieser Aktion wollten sie auf den Klimawandel aufmerksam machen.
Die Idee dazu hatten die Kinder aus der 4a. Sie haben mit ihrer Klassenlehrerin Jana Willenborg in den vergangenen Wochen über den Klimawandel, die Fridays-for-Future-Bewegung und die weltweiten Klimastreiks am 20. September gesprochen.
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Zur Vorbereitung auf den Klimagang haben die Viertklässlerinnen und Viertklässler im Unterricht Plakate gebastelt, die beim Unterrichtsgang hochgehalten wurden. „Stoppt den Klimawandel“, „Rettet die Welt, dann sterben keine Tiere aus“, „Weniger Plastik“ und „Runter mit CO2“ wurde von ihnen gefordert, zu lesen war aber auch „Ohne Bäume keine Träume“ oder „Wir haben nur eine Erde“.
Mitgelaufen sind nicht nur Kinder der Grundschule Hude-Süd, sondern auch von der Katholischen Grundschule St. Marien, gemeinsam mit Lehrkräften und einigen Eltern. Darunter war etwa Georg Werner. Da er in Teilzeit arbeitet, konnte er an der Aktion teilnehmen.
Werner möchte die Fridays-for-Future-Bewegung unterstützen. Ihn freut es, dass auch an der Schule eine Aktion stattfindet. „Die Initiative ging von den Kindern aus. Ich finde es ganz toll, dass sie das in die Hand genommen und auf die Beine gestellt haben.“
Auch Pastor Reiner Backenköhler unterstützte die Aktion. Bei vielen Kirchen und Gemeinden im Oldenburger Land und im Rest Deutschlands haben um fünf vor zwölf die Glocken geläutet – auch vor dem Martin-Luther-Gemeindehaus. Als Backenköhler von dem Unterrichtsgang der Grundschulen erfahren hat, hat er beschlossen, die Glocken direkt noch einmal läuten zu lassen, nämlich dann, wenn die Kinder vorbeikommen. Zusammen sollte so noch mehr Lärm gemacht werden.
„Ihr lasst euch die Zukunft nicht klauen, das finde ich gut“, sagte er. Und noch ein Angebot hatte der Pastor: Damit die Schilder, die die Kinder gebastelt haben, nicht verloren gehen, werden diese in der nächste Woche an den Glockenturm gepinnt. „So kann die jeder sehen, auch die Kinder, wenn sie zur Schule fahren“, erklärte er.
