HUDE - Nach der Schule ist vor der Ausbildung – das gilt auch für die meisten der etwa 120 Haupt- und Realschüler der Peter-Ustinov-Schule, die in diesem Jahr vor dem Wechsel zu einer weiterführenden Schule oder vor dem Start in eine Berufsausbildung stehen. Doch längst nicht jeder hat bereits einen Lehrvertrag in der Tasche – gleichwohl bieten sich auch ihnen viele Möglichkeiten. Für Orientierung im Labyrinth der verschlungenen Wege in die Berufswelt sorgte am Mittwochabend ein Expertenteam in der Mensa des Huder Schulzentrums. Unter dem Motto „Schule – und dann?“ hatten Sozialpädagogin Insa Coordes und Lehrer Christian Meyer (Fachbereichsleiter Arbeit/Wirtschaft) die Informationsveranstaltung organisiert – rund 130 Schüler und Eltern waren der Einladung gefolgt.

Dirk Wiederhold zeigte zusammen mit seinen Kollegen Bernhard Zahn und Silke Schwarting von den Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen, Hans-Joachim Wittenbeck (BBS Delmenhorst) sowie Marita Myrczik, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit in Oldenburg, das Spektrum der Möglichkeiten auf. Gleichzeitig gingen die Fachleute auf Änderungen ein, die zum Beginn des kommenden Schuljahres in Kraft treten: So wird das Berufsgrundbildungsjahr abgeschafft. An seine Stelle tritt die einjährige Berufsfachschule. Die drei bisher separaten Zweige der einjährigen Berufsfachschule für Schüler mit und ohne Schulabschluss werden zu einem großen Bereich zusammengefasst. Eingangsvoraussetzung für dieses Angebot wird dann jedoch ein solider Hauptschulabschluss sein. „Die neu strukturierte Berufsfachschule dient dann schon ab dem ersten Jahr der Berufsausbildung und nicht mehr nur der Orientierung, welchen Beruf ein Schüler überhaupt erlernen möchte“, erklärte Wiederhold. Die zweijährige Berufsfachschule

habe den Sinn, mit mehr Theorie auf den Realschulabschluss hinzuarbeiten.

Wer die Schule bereits mit einem erweiterten Sek-I-Abschluss verlässt, dem steht das dreijährige Fachgymnasium offen. Weil in Wildeshausen jedoch nur begrenzte Plätze zur Verfügung stehen – es wird eine Klasse „Gesundheit und Soziales“ sowie zwei Klassen Wirtschaft geben – muss aus den Bewerbern ausgewählt werden. Dabei entscheidet die aus den Kernfächern gebildete Durchschnittsnote, informierte Bernhard Zahn. Er empfahl den Schülern daher, „mehrere Eisen im Feuer“ zu haben. Auch Berufsberaterin Marita Myrczik riet den Schulabgängern, mehrgleisig zu fahren: „Es ist immer wichtig, Alternativen zu haben.“

Bei der Abgabe der Unterlagen muss man sich sputen: Anmeldeschluss an der BBS ist der 20. Februar.