HUDE - „Ich werde Lokführer oder Feuerwehrmann, ich möchte Prinzessin werden…“ – kleinen Jungen und Mädchen fällt die Berufswahl nicht schwer. Aber nicht mehr so einfach ist die Antwort auf die Frage „Was will ich mal werden?“, wenn die Kinder zu Erwachsenen heranreifen und der Berufswunsch der Realität standhalten soll und abgeglichen werden muss mit Neigungen und Fähigkeiten, Ausbildungsmöglichkeiten, Zukunftsperspektiven.

Ob ein Schüler nach seinem Hauptschul- oder Realschul-Abschluss weiter die Schulbank drücken oder sich ins Berufsleben stürzen soll, welche anderen Schulformen ihm offenstehen, darüber informierten am Dienstagabend Fachleute im Forum der Peter-Ustinov-Schule. Schulleiter Nico Rettcher und Sozialpädagogin Insa Coordes begrüßten dazu über 150 Jugendliche und Erwachsene zur Informationsveranstaltung „Schule, und dann ...? Wege in die Berufswelt“.

Viele der anwesenden Jugendlichen hatten sich bereits im Vorfeld informiert, hatten teilweise auch schon Ideen, welche Richtung sie mal einschlagen wollen. „Wir waren im Oktober schon auf der Jobmesse in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg“ erzählte eine Mutter, einige Schüler hatten schon Beratungsgespräche bei der Arbeitsagentur. Aber die letzte Entscheidung ist doch schwer, weil so wichtig, berichteten zwei Schülerinnen, viele ihrer Freundinnen wüssten auch noch gar nicht, was sie machen wollen.

Bei der Entscheidung, welcher Weg eingeschlagen werden kann, half Edda Bomhof, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Oldenburg. Bomhof gab zunächst einen Überblick über die aktuelle Ausbildungsplatz-Situation. Das Verhältnis von Nachfrage und Ausbildungsplatzangeboten sei sehr ausgewogen, so die Berufsberaterin, im vorigen Jahr seien die Vermittlungen optimal verlaufen. Bomhof riet allen Schülern, die Möglichkeit von praktischer Mitarbeit in Betrieben zu nutzen, um eigene Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen. Die Berufsberaterin wies auch darauf hin, dass die Berufsberatung der Oldenburger Arbeitsagentur einen kostenlosen Bewerbungsmappen-Check anbiete, für ein persönliches Gespräch stehe jederzeit ein Berater zur Verfügung.

Dirk Wiederhold von der Berufsbildenden Schule (BBS) Wildeshausen erklärte anschaulich die Angebote der berufsbildenden Schulen und machte die Unterschiede zwischen Fachgymnasien und Fachoberschulen deutlich. Der im vergangenen Jahr an der Fachoberschule Wildeshausen neu eröffnete Zweig „Fachbereich Gesundheit und Soziales“ wurde von den Schülern sehr gut angenommen, berichtete der Vertreter der BBS. In diesem Jahr wird die Fachoberschule um den Bereich „Technik“ erweitert – das eröffne Schülern ab der 11. Klasse neue Perspektiven.

Die Informationen der Fachleute waren sehr umfangreich. Für weitere Fragen stehen den Schülern Insa Coordes sowie Matthias Morawietz und Christian Meyer (Fachleiter Wirtschaft und Politik) zur Seite.