HUDE - In der Gesamtschuldebatte herrscht weiter Ungewissheit: Wer vom Huder Schulausschuss in der Sitzung am Montagnachmittag klare Aussagen zu den Ergebnissen der Elternbefragung erwartet hatte, ging enttäuscht nach Hause. Auf Initiative von Bürgermeister Axel Jahnz wurde das Thema von der Tagesordnung genommen.
Die Gemeinde hatte gehofft, dass ein Landkreis-Vertreter das Zahlenwerk erläutern würde. Doch dazu sei die Kreisverwaltung im Vorfeld der an diesem Dienstag stattfindenden Kreis-Schulausschuss-Sitzung nicht bereit gewesen, erklärte Jahnz: „So ist keine sachgerechte Analyse möglich.“ Der Bürgermeister erinnerte noch einmal daran, dass der Huder Gemeinderat sich eindeutig für eine Kooperative Gesamtschule (KGS) ausgesprochen hat. Allerdings habe die Elternbefragung im Nordkreis eine „große Mehrheit“ für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) ergeben.
Info-Termin mit Eltern
Jahnz sprach sich dafür aus, in einer Informationsveranstaltung mit den Eltern „zu klären, wie es weiter gehen soll“. Sollte die Sitzung des Kreis-Schulausschusses, für die die Kreisverwaltung laut Jahnz keine Beschlussempfehlung vorgelegt hat, neue Erkenntnisse bringen, sei er jederzeit bereit, eine Sondersitzung des Huder Gremiums einzuberufen.
Konkret wurde es am Montag dann aber doch noch: Einstimmig gab der Ausschuss dem Entwurf für die Sanierung und den Umbau der Grundschule Jägerstraße grünes Licht. Architekt Raymund Widera vom Oldenburger Büro ARS stellte die Planung vor. Die Bruttokosten für die Umsetzung bezifferte er auf rund 660 000 Euro – davon fließen 468 500 Euro in die energetische Modernisierung des Gebäudes. Größter Brocken ist dabei der Einbau neuer Außentüren und Fenster, die mit 177 500 Euro veranschlagt sind. Die Umbaumaßnahmen werden mit 191 400 Euro kalkuliert.
Unter Zeitdruck
Momentan werden die Arbeiten ausgeschrieben – die Frist zur Angebotsabgabe endet am 19. Juni, damit schon in den Sommerferien Bauarbeiter und Handwerker anrücken können. „Wir arbeiten unter einem ungeheuren Zeitdruck“, so Widera. In den Ferien sollen zunächst der Ganztagsschulbereich, der Werkbereich und die Mediathek umgestaltet werden. Die Raumstruktur wird so verändert, dass sich im Obergeschoss der Schule nur noch Klassenzimmer und keine Funktionsräume mehr befinden.
