HUDE - Ein Programm aus Kultur und Unterhaltung ist für die Gäste aus Deutschland geplant. In Arbeitsgemeinschaften bereiteten sie sich sprachlich auf den Aufenthalt vor.
von anja rohde
HUDE - Die Unterschiede zwischen deutschen und französischen Jugendlichen scheinen eigentlich nur in der Sprache zu liegen: Die 15-jährige Julia (9. Klasse) geht, wie ihre 13-jährige französische Brieffreundin Alizée auch, gern ins Kino und zum Shoppen. Der 14-jährige Philipp (8. Klasse) hat mit seinem französischen Brieffreund Victor (13) auch schon ein gemeinsames Thema gefunden: Sport.Julia, Philipp und weitere 22 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen der Peter-Ustinov-Schule in Hude pflegen bereits seit einem knappen halben Jahr den Briefkontakt mit gleichaltrigen Jugendlichen im französischen Arnage. Die Partnerstadt Hudes ist von Donnerstag, 11. Mai, bis Montag, 22. Mai, das Ziel der Gruppe. Für fast zwei Wochen werden die Jugendlichen ihre Brieffreunde besuchen. Sie werden zu Gast in französischen Familien sein, die Ganztagsschule besuchen und am Alltagsleben teilnehmen. Begleitet werden sie von den Lehrerinnen Katja-Carolin Voss und Herta Stang.
Seit 21 Jahren gibt es den Schüleraustausch zwischen der Peter-Ustinov-Schule und dem Collège Henri Lefeuvre, und seither ist das Interesse daran ungebrochen. Nicht nur die Brieffreundschaften, auch die an der Haupt- und Realschule durchgeführten Arbeitsgruppen sollen sprachliche Barrieren beseitigen und auf das Leben der europäischen Nachbarn vorbereiten.
Natürlich ist ein besonderes Programm aus Kultur und Unterhaltung für die Gäste aus Deutschland geplant. Bei einer Rallye können die Jugendlichen die Stadt Arnage kennen lernen. Ein typisch französisches Frühstück mit Croissants, Baguettes und vielem mehr wird im Collège angerichtet. Auch ein Besuch der Altstadt von Le Mans ist geplant. Als besondere Höhepunkte finden Ausflüge zum Mont Saint Michel, dem bewohnten Berg, der bei Flut vom Meer umspült wird, und nach Saint Malo statt. Auch die Fahrt zum 3-D-Kino Futuroscope soll zum unvergesslichen Erlebnis für die Jugendlichen werden.
Für viele der Schüler sind die eineinhalb Austauschwochen endlich eine Möglichkeit, die Vokabeln und Grammatik, die sie bereits seit zwei bis drei Jahren paukten, in der Praxis anzuwenden. „Dieses Mal sollen und werden sie erleben, dass man in der Schule sehr wohl für das echte Leben lernen kann“, sagt Herta Stang.
Vielleicht sind die Erwartungen aber auch einfach nur diese: „Ich freue mich und bin neugierig“, sagt die 15-jährige Sarah (9. Klasse), die ihre 14-jährige Brieffreundin Melanie zum allerersten Mal treffen wird.
