HUDE - Hude nimmt Kurs auf eine neue Schulform: Die FDP-Fraktion beantragt, zum 1. August 2011 an der Peter-Ustinov-Schule eine Oberschule mit Gymnasialzweig einzuführen. Man habe sich einstimmig für die Umwandlung der Haupt- und Realschule ausgesprochen, berichtete FDP-Fraktionsvize Oliver Gall nach einer Sitzung am Mittwochabend.
Zu Gast bei den Liberalen war der Leiter des Huder Schulzentrums, Nico Rettcher. Der Rektor informierte die Freidemokraten über die Auswirkungen der Einführung einer Oberschule. Im Gegensatz zu den von der FDP bisher vehement abgelehnten Versuchen, in Hude eine IGS oder KGS auch in Kooperation mit der Gemeinde Ganderkesee einzuführen, überzeuge das Oberschulkonzept dadurch, dass kein Verdrängungswettbewerb mit den Landkreisgymnasien heraufbeschworen werde, betonte Gall.
Einer der größten Vorteile der neuen Schulform sei die „erhebliche“ Verbesserung der Unterrichtsversorgung, da die Oberschule verbindlichen Nachmittagsunterricht an zwei Tagen in der Woche vorgebe. Im Gegensatz zu anderen Ganztagsschulkonzepten sehe der Gesetzesentwurf für die Oberschule vor, dass für diese zusätzlichen Nachmittagsangebote auch Lehrerstunden bereitgestellt werden, teilte die FDP mit.
Laut Nico Rettcher kann der gymnasiale Zweig der Oberschule in enger Kooperation mit dem Graf-Anton-Günther-Gymnasium angeboten werden. „Das hat uns überzeugt“, so Oliver Gall. Die Oberschule mit gymnasialem Zweig stelle die Existenz des reinen Gymnasiums als Schulform nicht in Frage, sondern werte den Standort Hude auf. Wichtig ist der FDP-Fraktion dabei, dass dieser gymnasiale Zweig ohne Oberstufenangebot eingerichtet werden soll. Nach Durchlaufen des gymnasialen Zweiges an der Oberschule stehe den Schülern dann der Übergang zum Graf-Anton-Günther-Gymnasium bzw. zu den fachspezifischen Gymnasien offen.
„Die FDP-Fraktion sieht sich durch die Vorteile der Oberschule in ihrer bisher ablehnenden Haltung gegenüber der KGS und IGS bestärkt“, betonte Oliver Gall.
