HUDE - In der Diskussion um die Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig in Hude hat sich nun auch die Schülerschaft der Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) in Oldenburg zu Wort gemeldet. Dies würde zu einer stark schrumpfenden GAG führen, heißt es in der Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme.
Der Schülerrat mit Schulsprecher Fernando Guder an der Spitze widersprach Darstellungen, es habe Treffen zwischen Schulsprechern der GAG und der Huder Peter-Ustinov-Schule gegeben. Weiter heißt es in der Stellungnahme: Im speziellen Fall der von Parteipolitikern forcierten Gründung einer Huder Oberschule mit gymnasialem Zweig sehen wir jedoch eine nachhaltige Benachteiligung des Bildungsangebotes für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Oldenburg: Selbst ohne die Gründung einer Huder Oberschule mit gymnasialem Zweig ist aufgrund der demografischen Entwicklung mit einem Rückgang der Schülerzahlen an der Graf-Anton-Günther Schule auf etwa 900 bis zum Jahre 2020/2021 zu rechnen. Dabei sind das absehbare Anwachsen der IGS Wardenburg im Gymnasialbereich und die Bemühungen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ahlhorn um eine Oberstufe noch nicht berücksichtigt. Betroffen wären von einer weiteren Verkleinerung der GAG also nicht nur Schülerinnen und Schüler der Gemeinde Hude, sondern auch der Gemeinden Wardenburg und Hatten. Sie hätten nach einem Wechsel an eine zu stark schrumpfende Graf-Anton-Günther-Schule dort nur noch erheblich geringere Möglichkeiten der Fächerwahl.
Der Schülerrat der GAG weist darauf hin, dass der Landkreis Oldenburg in den vergangenen Jahren erfolgreich für einen Ausbau des Bildungsangebotes gesorgt habe. Know-how und Steuergelder gingen dem Landkreis verloren, wenn Eltern aufgrund der ihrer Meinung nach unattraktiven Bildungsmöglichkeiten im Landkreis sich für einen Wohnort irgendwo anders entscheiden würden. Vor diesem Hintergrund wäre auch der bisherige Ausbau der Graf-Anton-Günther-Schule aus Steuermitteln des Landkreises vergeblich gewesen. Weiter heißt es: Nicht eine Zersplitterung der immer weiter zurückgehenden Schülerzahlen auf wenig überlebensfähige oder unattraktive Schulstandorte, sondern ein richtungsweisendes, nicht bei jedem Wahlkampf neu in Frage gestelltes Bekenntnis des Kreistags für sein gutes Gymnasialangebot an der GAG wäre nötig.
