HUDE - Die Elterninitiative „Gesamtschule für Hude“ hat 733 Unterschriften von Hudern gesammelt, die sich für eine erneute Elternbefragung zur Gesamtschule aussprechen. Diese wurden am Dienstag an Bürgermeister Axel Jahnz und den Schulausschuss-Vorsitzenden Carsten Möhlenbrock übergeben.

„Viele Eltern sind unzufrieden. Wir wollten mit dieser Unterschriftenliste die Interessen bündeln, um der Politik eine Handlungsgrundlage zu geben“, sagte Heike Ritzrau bei der Übergabe im Rathaus. So sollten bei einer neuen Befragung auch Eltern von Kindergartenkindern einbezogen werden, nicht nur Eltern von Grundschülern. Außerdem sollte man den Standort Bookholzberg mit in die Überlegungen einbeziehen.

Den Kontakt zur Kreisverwaltung habe man bereits gesucht. „Wenn sich die Politik einig ist und die Schülerzahlen stimmen, dann steht einer Genehmigung nichts im Wege“, ist Heike Ritzrau überzeugt. Die Huder Eltern sind mit Elternvertretern aus Ganderkesee im Gespräch. „Und was Eltern über Gemeindegrenzen hinweg schaffen, sollte für die Politik auch kein Problem sein“, so Ritzrau.

Bürgermeister Axel Jahnz dankte den Eltern für ihr Engagement und versicherte, dass die Diskussion um eine Gesamtschule in Hude nun wieder in Gang komme. Die vielen Unterschriften sprächen für ein breites Interesse an diesem Thema in der Bevölkerung. Kontakt zu Ganderkesee habe er bereits aufgenommen. Er habe mit Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas bereits telefoniert. Sie spreche sich für eine Gesamtschule aus. Über einen möglichen Standort habe man dabei aber noch nicht gesprochen.

Auch Carsten Möhlenbrock zeigte sich beeindruckt von der Menge an Unterschriften: „Für uns ist das eine Anregung auf politischer Ebene wieder über das Thema nachzudenken.“ Gleichzeitig dämpft er zu hohe Erwartungen an ein schnelles Verfahren: „Es ist ein langer Weg, bis wir über Standorte sprechen können.“ Zunächst will er die Diskussion intern anstoßen. Im Schulausschuss am nächsten Donnerstag werde das Thema noch nicht auf der Tagesordnung stehen.

Bei Ratsmitgliedern gibt es die Befürchtung, dass die Peter-Ustinov-Schule einer neuen Gesamtschule in Hude weichen müsste. Die Huder CDU hatte sich nach der ersten Elternbefragung klar gegen eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Hude oder Bookholzberg ausgesprochen. Bei der Befragung hatte sich die Mehrheit der Huder Eltern (73 Prozent) für eine Kooperative Gesamtschule (KGS) ausgesprochen. Ganderkesees Eltern wollen mehrheitlich eine IGS.