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Bildung Gute Noten für erstes Halbjahr

Stephan Onnen

HUDE - Als Lehrer ist es Nico Rettcher gewohnt, Leistungen in Noten zu bewerten. Müsste er der seit August 2011 bestehenden Oberschule mit gymnasialem Zweig ein Zeugnis ausstellen, würde der Huder Rektor eine glatte „2“ geben. „Das erste Halbjahr ist gut verlaufen“, bilanziert Rettcher. Aufgrund der Rückmeldungen von Eltern aus den vier fünften Klassen habe er das Gefühl, dass „Zufriedenheit bei allen Niveaustufen“ – Gymnasium, Realschule, Hauptschule – vorherrsche.

Die bisherigen Erfahrungen im 1. Halbjahr seien positiv: Die 89 Fünftklässler werden nach Realschulstandards unterrichtet, wobei durch den Einsatz von Differenzierungsmaterialien die höheren Anforderungen für das Gymnasium und die niedrigeren Erfordernisse für die Hauptschule berücksichtigt werden. Das heterogene Leistungsniveau an Gruppentischen ergänze sich gut, das gegenseitige Helfen führe auch dazu, dass es keine sozialen Probleme an der Oberschule gebe.

Differenzierung in Kursen

Auch leistungsstärkere Kinder werden aus der Sicht des Rektors optimal gefördert: Er geht nach den bisherigen Leistungen davon aus, dass 15 bis 20 Schüler des 5. Jahrgangs in anderthalb Jahren – wenn ab der 7. Klasse nach Schulzweigen getrennt wird – Gymnasialniveau erreichen. Eine erste Differenzierung gibt es ab dem 6. Schuljahr: In den Fächern Mathe, Englisch und Deutsch wird dann in Kursen unterrichtet, die nach den Kategorien G(rund), E(rweitert) und Z(usatzanforderungen) unterschieden werden.

Rettcher ist überzeugt davon, dass Schüler des gymnasialen Zweigs nach der 10. Klasse keine Probleme haben werden, beim Übergang auf die Graf-Anton-Günther-Schule mitzuhalten. „Das Ziel ist das Abi nach zwölf Jahren – wir werden penibel darauf achten, dass dieses Niveau erreicht wird“, betont der Huder Schulleiter.

Dabei findet auch eine Zusammenarbeit mit dem Landkreis-Gymnasium statt: Im 1. Halbjahr waren drei GAG-Lehrkräfte mit 16 Stunden nach Hude abgeordnet – eine Abordnung endet zum 1. Februar, so dass sich das Kontingent im 2. Halbjahr auf zehn Stunden reduziert. „Wir sind zuversichtlich, das kompensieren zu können“, sagt Rettcher. Über drei Gymnasiallehrer – zwei davon sind neu – verfügt die Peter-Ustinov-Schule selber. Der Anteil der Gymnasialkräfte im Kollegium soll ausgebaut werden.

Sanierte Räume

Rettcher hofft, dass die Zahl der Fünftklässler mit Gymnasialempfehlung im nächsten Schuljahr deutlich steigt. Zum Start im vorigen August seien es nur elf Schüler gewesen, künftig sollen es 20 bis 30 sein. Anfangs sei nach der politischen Diskussion die Verunsicherung unter den Eltern noch spürbar gewesen. „Wir müssen uns Vertrauen erarbeiten“, so der Rektor.

Gute Voraussetzungen dafür bietet die Ausstattung der Schule: Die Außenstelle Hohelucht, an der Fünft- und Sechstklässler unterrichtet werden, verfügt in Kürze über zwei frisch sanierte und modern eingerichtete naturwissenschaftliche Räume. Nach den Osterferien soll auch der neue Werkraum fertig sein.

Informationen für Eltern über die Huder Oberschule mit gymnasialem Zweig und die Graf-Anton-Günther-Schule hat es Mitte Dezember in einer gemeinsamen Veranstaltung in Wüsting gegeben. Daran haben 150 Grundschuleltern teilgenommen.

Zusätzlich will die Oberschule ein Informationsangebot für Grundschullehrer vorbereiten, in dem ihr Konzept vorgestellt wird. Eine separate Info-Veranstaltung für interessierte Eltern wird es voraussichtlich am 29. Februar an der Grundschule Hude-Süd geben, eine weitere folgt an der Grundschule Jägerstraße. Der Termin steht noch nicht fest.

Schullaufbahnempfehlungen für Viertklässler werden an den Grundschulen am Freitag, 15. Juni, ausgegeben. In der darauffolgenden Woche nimmt die Peter-Ustinov-Schule Anmeldungen entgegen.

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