HUDE - Viel Lob zollten die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Bildung in ihrer Sitzung am Montag Insa Cordes. Die Pädagogin kümmert sich seit neun Jahren an der Peter-Ustinov-Schule um das „Hauptschulprofilierungsprogramm“. Es soll Schulabgängern helfen, ihren weiteren Lebensweg zu gehen – sei es in den Beruf oder in weitere schulische Betreuung.

Die Zuwendungen des Landes für die Teilzeitstelle laufen zum 31. Dezember aus. Einstimmig beschlossen die Ausschussmitglieder, die Fortführung des Förderprogramms bis Ende 2014 zu empfehlen. Dann endet voraussichtlich der Bewilligungszeitraum, in dem das Land das Programm mit bis zu 26  000 Euro jährlich fördert.

Cordes berichtete unter anderem, dass sie neben den Berufspraktika Praxistage organisiere, Bewerbungstraining anbiete oder beim Ausfüllen von Anmeldeformularen für fortführende Schulen helfe. Nico Rettcher, Ausschussmitglied für die SPD und Leiter der Peter-Ustinov-Schule, bestätigte: „Frau Cordes ist zu einer Säule unserer Schule geworden.“

Nicht nur waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass das Programm fortgeführt werden müsse. Horst Siemers (CDU) machte darauf aufmerksam, dass sich die Verwaltung auf eine mögliche Abschaffung der Hauptschule vorbereiten solle, um die Ansprüche auf die Mittel nicht zu verlieren. Wolfgang Martens, Vertreter des Bürgermeisters, gab Entwarnung: Eine rechtskräftige Bewilligung gelte auch nach Abschaffung der Hauptschule. Der von Insa Cordes und Schulleiter Nico Rettcher angeregten festen Anstellung wich Martens aus; er verwies lediglich auf den neuen Bewilligungszeitraum.

Die gastgebende Schulleiterin der Grundschule Hude-Süd, Mechthild Walk, hatte daraufhin Gelegenheit, zum Stand des Projekts „Schulexpress“ zu referieren. Dabei sollen sich die Grundschüler an 13 Haltestellen sammeln und gemeinsam zur Schule gehen, um die Anfahrtswege vor der Schule an der Glatzer Straße zu entlasten. „Die Autos haben sich nicht total reduziert, aber es herrscht nicht mehr diese totale Enge“, zog sie Bilanz. Sie sei zuversichtlich, dass sich das Projekt weiter gut entwickele. Überhaupt zeigte sie sich mit dem Zustand der Schule zufrieden, in der durch Mittel aus dem Konjunkturpaket II unter anderem neue Fenster und Türen installiert wurden.

Timo Ebbers
Timo Ebbers Online-Redaktion (Ltg.)