HUDE - Freie Bahn für die Oberschule in Hude: Nach CDU und FDP spricht sich jetzt auch die Huder SPD für die Umwandlung der Peter-Ustinov-Schule zur Oberschule mit einem gymnasialen Zweig aus. Voraussetzungen sind, dass der Schule zusätzliche Lehrerkapazitäten zur Verfügung gestellt werden und die Schulsozialarbeit gestärkt wird, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Heiko Aschenbeck.
Schulleiter Nico Rettcher hat die Mitglieder der Huder SPD auf einer Klausurtagung , die die Huder Sozialdemokraten am vergangenen Sonnabend im Huder Seniorenzentrum abgehalten haben, über das Modell der Oberschule informiert. Laut Rettcher hat der Schulvorstand der Peter-Ustinov-Schule einstimmig für die Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig zum 1. August 2011 votiert. Diesem Beschluss schließt sich die SPD nach genauer Prüfung des Gesetzesentwurfes und der Bestimmungen zur Einrichtung einer Oberschule an.
Die SPD habe schon länger – gerade mit Blick auf die abnehmenden Zugangszahlen im Hauptschulbereich – für eine Veränderung des Schulsystems plädiert, so Aschenbeck. Dies seit künftig mit der Oberschule möglich. „Daher befürworten wir die Einführung des neuen Schulmodells, sollte der Gesetzesentwurf so wie derzeit absehbar umgesetzt werden“, unterstrichen übereinstimmend die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion.
Nachdem sich der Ganderkeseer Schulausschuss für die Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig in Bookholzberg ausgesprochen hat, seien die gemeinsamen Bestrebungen der Gemeinden Hude und Ganderkesee um eine Gesamtschule nicht mehr aktuell, so Aschenbeck.
Der SPD-Fraktionschef sieht in einer Oberschule mit gymnasialem Zweig keine Gefährdung des Graf-Anton -Günther-Gymnasiums in Oldenburg. Hier müsse man über Möglichkeiten der Kooperation nachdenken: „Wir wollen nicht als Konkurrenz auftreten, sondern für Schülerinnen und Schüler, die sich gegen eine Fahrt nach Oldenburg entscheiden bzw. sich nach der vierten Klasse noch nicht auf eine Schulform festlegen wollen, ein alternatives Angebot vor Ort bieten. Der klassische Gymnasiast wird und soll weiter in Oldenburg zur Schule gehen.“
Vom Land fordert die Huder SPD klarere Aussagen zur Fortführung der Schulsozialarbeit. Gerade die Stelle der zur Stärkung der Hauptschule eingesetzten Pädagogin, die auch die Kooperation zwischen Kulturhof und Peter-Ustinov-Schule koordiniert, müsse gesichert werden.
