HUDE - Etwas Nervosität lag schon in der Luft, als die Leserinnen und Leser ihren großen Auftritt hatten. Aber wenigstens war die Zuhörerrunde diesmal kleiner: Aus zehn Klassensiegern der sechsten Jahrgänge der Peter-Ustinov-Schule Hude wurden am Donnerstagvormittag in der Außenstelle Hohelucht die Schulsieger des Vorlesewettbewerbs gekürt. Zuvor hatten sie sich im Klassenverband gegen ihre Kameraden durchgesetzt. Pro Klasse traten zwei Vorleser an.

„Es war eine ganz klare Entscheidung“, sagt Iris Hagedorn, Fachleiterin Deutsch, nach der Siegerehrung im Musikraum. Jadzia Bünger (Klasse 6 Hb) und Sophie Tillack (6 Rb) sind nun die besten Vorleserinnen der Schule und freuten sich, ebenso wie die anderen Klassensieger, über Buchpräsente, die vom Förderverein der Schule gestiftet wurden. Dazu gab es jeweils eine Urkunde für die Schulsiegerinnen. Beide begeisterten die Jury mit etwa fünfminütigen Vorträgen aus „Und wenn ich zurückhaue?“ von Elisabeth Zöller (Jadzia) und „Galopp ins Ungewisse“ von Sybille Luise Binder (Sophie).

Bewertet wurden die vorgelesenen Stücke nach den Kriterien Lesetechnik, Textverständnis und Textgestaltung. Die Jury setzte sich dabei aus Elternvertretern und Lehrern zusammen und bewertete anhand eines Punktesystems. „Hinzukommend mussten die Schülerinnen und Schüler auch freies Sprechen trainieren und vorab über Titel und Autor informieren sowie eine kleine Einführung in den Inhalt geben“, so Iris Hagedorn. Das sei oftmals eine besonders große Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler.

Am Ende eines jeden Vortrags durften Jury und Mitschüler dann Fragen stellen, etwa, wie das Buch ausgeht oder was den Vortragenden besonders gut gefallen habe.

Lesen sollte mehr in den Vordergrund gerückt werden, meint Iris Hagedorn. Für viele Schüler sei es schon eine Herausforderung gewesen, überhaupt ein Buch für den Vorlesewettbewerb auszusuchen, da einige zu Hause kaum lesen würden. Umso wichtiger sei es, dass Vorlesewettbewerbe in den Schulen durchgeführt werden.

Auf Landkreisebene treten Jadzia Bünger und Sophie Tillack im Februar an, vielleicht können sie sich dort für die Bezirksebene qualifizieren. „Ich bin gespannt, wie weit die beiden kommen“, sagt Iris Hagedorn.