HUDE - Es war förmlich spürbar, wie den Lehrern der Peter-Ustinov-Schule Steine vom Herzen gefallen sind. Die Stimmung ist super. Wir sind sehr, sehr erfreut, berichtete Rektor Nico Rettcher von großer Erleichterung und Freude in seinem Kollegium nach der positiven Entscheidung des Kreistags für eine Oberschule mit gymnasialem Zweig in Hude. Wir sind froh, dass endlich Klarheit herrscht und dass wir die inhaltlichen Vorarbeiten, die bis jetzt geleistet worden sind, fortsetzen können, sagte Rettcher.
Der nächste Schritt wird vorbereitet: Rettcher hat ein Team zusammengestellt, das aus Lehrkräften mit Orientierungsstufen-Vergangenheit, jungen Lehrern mit IGS-Erfahrung und mittelalten Kollegen mit Gymnasialbezug besteht. Das Schulzentrum hofft, zum 1. August rund 30 Gymnasiallehrerstunden zugewiesen zu bekommen.
Am nächsten Dienstag soll die Planungsgruppe, deren Leitung gerne Rettcher übernehmen möchte, im Rahmen einer Dienstbesprechung mit Regierungsschuldirektor Klaus Kapell offiziell eingesetzt werden. Ihre Aufgabe ist es, den Weg für die Einführung der Oberschule mit Gymnasialzweig zu ebnen. Wir müssen sicherstellen, dass einerseits die Gymnasialschüler genug Futter bekommen und andererseits die Hauptschüler mitgenommen werden, betonte Rettcher.
Anmeldetermine für die neuen fünften Klassen sind am 23. und 24. Juni. In dieser Woche sollen die Grundschuleltern angeschrieben werden. Vor den beiden Anmeldeterminen soll noch eine Informationsveranstaltung stattfinden. Angemeldet werden können die Grundschulabgänger entweder fürs Gymnasium (an der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg) oder für die Oberschule in Hude. Eine schulzweigspezifische Anmeldung der künftigen Fünftklässler ist dort nicht vorgesehen schließlich wird es in der 5. Klasse ausschließlich jahrgangsbezogenen Unterricht geben.
Die neuen Fünftklässler werden nach den Sommerferien an der Außenstelle Hohelucht voraussichtlich in vier Klassen unterrichtet. Zusätzliche Raumkapazitäten werden nicht benötigt. Wir haben einen Puffer von sieben Räumen, sagte Rettcher. Der Rektor rechnet damit, dass sich die Schülerzahl in den nächsten Jahren um die 800 einpendeln wird.
Mit der Graf-Anton-Günther-Schule hofft das Huder Schulzentrum auf eine Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Es gilt, einiges aufzuarbeiten Rettcher: Dass man uns nicht zutraut, gymnasiales Niveau zu erreichen, tut weh.
