Hude - Auf ein abwechslungsreiches und lehrreiches Jahr kann Kian Wragge zurückblicken. Der 20-Jährige aus Neuenkoop absolviert derzeit sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Diakonie-Sozialstation Hude. Los ging es für ihn im vergangenen August, Ende Juli dieses Jahres beendet Wragge seinen Freiwilligendienst.
Während seines FSJs betreut der 20-Jährige Patienten der Diakonie-Sozialstation. Er fährt zu ihnen nach Hause, begleitet sie zum Arzt oder Einkaufen und hilft ihnen bei körperlich schweren Aufgaben, wie das Schmücken des Weihnachtsbaumes oder das Verrücken von Möbelstücken. Diese Aufgaben seien individuell und variierten je nach Patient. Auch leichte Verwaltungsaufgaben, wie die Organisation von Dienstplänen, übernimmt Wragge.
„Man verbringt viel Zeit mit den Patienten und kann sich gut mit ihnen unterhalten. Dadurch lernt man einander besser kennen. Die Zeit vergeht schnell, und es wird nicht langweilig“, erklärt Wragge.
Austausch und kollegialer Umgang
Zu den Höhepunkten zählt der 20-Jährige auch die regelmäßigen Seminare und Workshops mit anderen FSJlern. „Man kann sich mit ihnen austauschen, der Umgang ist sehr kollegial.“ Dabei lernte er auch Grundlegendes über Erste Hilfe, den Umgang mit dem Defibrillator, und ethische Aspekte der Pflege – wie zum Beispiel die Sterbehilfe.
„Man muss viel organisieren und wird schnell selbstständig. Manchmal muss man auch improvisieren“, erzählt der FSJler. Dafür entwickle man aber mit der Zeit ein Auge, fügt er hinzu. Für Wragge ist das freiwillige Jahr ein guter Einstieg von der Schule ins Arbeitsleben.
Er zieht ein sehr positives Fazit aus dieser Zeit. „Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Es war sehr nett, mit den Patienten unterwegs zu sein und Zeit mit ihnen zu verbringen.“ Man sei als FSJler, obwohl man selbstständig arbeite, nicht auf sich allein gestellt. Zu Anfang werde man in seiner Tätigkeit angeleitet – wenn möglich auch vom vorherigen FSJler. Bei Fragen hätten alle im Diakonie-Team als Ansprechpartner zu Verfügung gestanden. Und auch die Patienten seien sehr verständnisvoll gewesen.
Ein guter Einstieg für Interessenten
Wragge sieht seine Zukunft zwar nicht in diesem Berufszweig – er möchte den Beruf des Großhandelskaufmannes erlernen – blickt aber gern auf das FSJ zurück. Er sei selbstständiger geworden und habe Fortschritte gemacht. Auch seine Fahrkünste hätten sich durch die häufige Autofahrten zu den Patienten verbessert.
Wer gerne mit Menschen arbeitet und im Pflegebereich tätig sein möchte, dem kann Wragge ein FSJ in der Diakonie-Sozialstation empfehlen. „Es ist ein guter Einstieg, wenn man in dieser Sparte arbeiten möchte oder einen Einblick gewinnen will.“
Für Anfang August sucht die Diakonie-Sozialstation Hude wieder jemanden, der dort ein FSJ absolvieren möchte. Interessenten melden sich dafür bei Elisabeth Loch (
