HUDE/GANDERKESEE - Im Jahr 2005 bot die Bildungseinrichtung bislang rund 800 Kurse an. Die Teilnehmerzahl wird auf 9000 geschätzt.
Von Andreas Naaf
HUDE/GANDERKESEE - Die Regio-VHS Ganderkesee-Hude scheint nach einigen Irritationen wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Das berichtete die Leitung der im Juli 2004 gegründeten Bildungseinrichtung am Montagabend vor dem Ausschuss für Schule und Bildung der Gemeinde Hude. „Die Regio-VHS war die richtige Entscheidung, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können“, sagte VHS-Direktor Rolf Schütze.Interessierte Zuhörer des Vortrags waren – einträchtig nebeneinander sitzend – die Bürgermeister der beiden beteiligten Gemeinden, Axel Jahnz und Gerold Sprung. Dabei war es zwischen den beiden Gemeindeoberhäuptern zuletzt nicht immer harmonisch zugegangen. Grund: Gerold Sprung hatte im September ein Gespräch mit Delmenhorsts Oberbürgermeister Carsten Schwettmann über eine Beteiligung am Regio-VHS-Projekt geführt, ohne seinen Amtskollegen aus Hude hinzuzuziehen. Jahnz hatte daraufhin verärgert reagiert.
Dieser Streit scheint nun endgültig beigelegt zu sein. Stattdessen lobte Sprung die Regio-VHS als wirksames Instrument zur Konsolidierung der strapazierten Gemeindehaushalte. Auch Jahnz sieht viele positive Ansätze. Die Abstimmungsprobleme der jüngeren Vergangenheit seien „Kinderschuhe, aus denen man bald herauswachse“.
Dass das Bildungsangebot der Regio-VHS für die Bürger attraktiv ist, bewiesen auch die Zahlen, die VHS-Direktor Schütze dem Ausschuss vorlegte. Demnach sind im Jahr 2005 bislang rund 800 Kurse angeboten worden. Ersten Schätzungen zufolge nahmen daran rund 9000 Volkshochschüler teil.
Weniger positiv fällt erwartungsgemäß die finanzielle Bilanz der Regio-VHS Ganderkesee-Hude aus. Bezogen auf das Haushaltsjahr 2004 ergab sich ein Defizit von 69 364 Euro. Davon entfallen gut 23 000 Euro auf die Gemeinde Hude, der Restbetrag kommt aus dem Ganderkeseer Haushalt. „Ein so breites Bildungsangebot kostet eben Geld“, so Schütze.
