HUDE - Die Grundschule (GS) Jägerstraße hat Probleme mit ihrem Ganztagsangebot. Zu wenige Räume und Personal bei zu vielen Schülern haben dazu geführt, dass der Ganztagsbetrieb vollkommen überlastet ist. Am Sonnabend begannen Lehrer, Eltern und Mitarbeiter mit der Entwicklung eines neuen Konzeptes.
„Die Schule hält inne und denkt über ihr pädagogisches Konzept nach“, beschreibt Schulleiterin Margareta Schledde die aktuelle Situation. „Unser Ziel ist es, eine Ganztagsschule zu schaffen, in der wir unserem besonderen Bildungsauftrag gerecht werden“, erklärt die Rektorin. „Wir müssen auch erzieherische Aufgaben leisten, Orientierung fürs Leben bieten und kulturelle Bildung vermitteln“, so Margareta Schledde. „Das ist eine Riesen-Aufgabe. Es gibt viel zu überdenken, Veränderungen müssen her.“
Aus diesem Anlass war am Freitag der Bundesvorsitzende des Ganztagsschulverbandes, Stefan Appel, zu Gast in Hude (die NWZ berichtete). Er nannte die Probleme an der GS Jägerstraße beim Namen und gab zugleich Anregungen zur Verbesserung der Situation. Knapp 40 Lehrer, Eltern und Mitarbeiter arbeiteten den Vortrag am Sonnabend auf. Sieben Kleingruppen entwickelten Ideen zu konkreten Themen wie dem Raumbedarf oder zeitlichen Ablauf des Tages. Die Ergebnisse wurden im Anschluss an die Arbeitsphase im Plenum vorgestellt.
„Wir sind einen großen Schritt weiter gekommen“, bilanzierte Schulleiterin Margareta Schledde. Sie lobte die intensive, positive Arbeitsatmosphäre. Auch die Teilnehmer bewerteten die Workshops als sehr positiv. Die Beteiligten hoffen, dass die Motivation und Kraft von Sonnabend anhält, um die Ideen umzusetzen. Dabei wurde auch an die Verantwortung von Schulträger und Gemeinde appelliert. „Wir haben die Kritik von Herrn Appel sehr gut bearbeitet“, so eine Teilnehmerin. „Ich habe das Gefühl, wir schaffen es.“
Schulleiterin Margareta Schledde betonte, die Veranstaltung am Sonnabend sei der Einstieg in die Konzeptarbeit gewesen. „Das ist kein fertiges Konzept“, so Margareta Schledde, „die Ideen und Vorschläge werden nicht eins zu eins umgesetzt.“ Sie kündigte an, dass auf der Gesamtkonferenz im März weiter an den Projekten gearbeitet werden soll. „Bis zum Sommer wollen wir ein gutes Ergebnis haben“, so die Rektorin.
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