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GESAMTSCHULE SPD Rückenwind kurz vor dem Ziel

STEPHAN ONNEN

HUDE - „Wir haben das Thema Gesamtschule in den Rat eingebracht“, betont der Huder SPD-Fraktionschef Heiko Aschenbeck – jetzt sieht er die Initiative der Sozialdemokraten kurz vor dem Ziel: Die SPD-Kreistagsfraktion werde für die Elternbefragung Hude als einen Gesamtschulstandort im Nordbereich des Landkreises Oldenburg, zu dem auch die Gemeinden Ganderkesee, Wardenburg und Hatten zählen sollen, vorschlagen, berichtete Aschenbeck am Montagabend in der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Hude. „Um diese Konstellation zu erreichen, müssen wir jetzt kämpfen, informieren und motivieren“, schwor Aschenbeck seine Parteifreunde ein.

Die Kreistagsfraktion will zunächst die Sitzung des Kreis-Schulausschusses an diesem Donnerstag abwarten und dann mit ihrem Gruppenpartner FDP das weitere Vorgehen beraten.

Die eigenen Ambitionen unterstrichen die Huder Genossen noch einmal mit einem Antrag an den Unterbezirksparteitag, der am 14. März in Munderloh stattfindet. Demnach wird gefordert, in Hude eine Kooperative Gesamtschule (KGS) einzurichten – auf diese Schulform hatte sich auch die Gemeinde in ihrer Bewerbung festgelegt. Das stieß indes bei Ralf Schepker auf Kritik: Der ehemalige Ratsherr warb vor seiner Partei für eine Integrierte Gesamtschule, weil nur die IGS die Chance für inhaltliche Veränderungen biete. „Bei den Eltern besteht primär der pragmatische Wunsch, in Hude ein gymnasiales Angebot zu schaffen“, entgegnete Ratsherr Nico Rettcher. Sein Fraktionskollege Peter Zwiener warnte davor, mit einem anderslautenden Beschluss jetzt für Wirrwarr zu sorgen. Mit deutlicher Mehrheit – bei einer Gegenstimme von Ralf Schepker – beschloss die Versammlung, weiter den KGS-Kurs zu steuern. „Letztlich“, so Landtagsabgeordneter Axel Brammer, „werden die Eltern in den vier Gemeinden abstimmen.“

In einem weiteren (einstimmig angenommenen) Antrag an den Unterbezirksparteitag stützt die SPD die von Kindergartenleiterinnen erhobenen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen (die NWZ berichtete). Dabei geht es u. a. um die Verringerung der Gruppengrößen, den Einsatz ausgebildeter Drittkräfte in Krippen und alterserweiterten Gruppen sowie die Verbesserung räumlicher Standards. Adressat dieser Anliegen ist die Landesregierung.

Antrag Nummer drei, der ebenfalls einhellige Zustimmung fand, hat Heiko Aschenbeck schon einmal im Jahr 2003 gestellt und soll nun modifiziert werden. Dabei geht es um eine Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit: So möchte Aschenbeck u. a. das Verwaltungspersonal in den Rathäusern des Landkreises regelmäßig rotieren lassen, damit die Mitarbeiter anderenorts Erfahrungen sammeln können.

KGS: Schulzweige sind durchlässig

In der KGS

(Kooperative Gesamtschule) bestehen die drei Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium als Schulzweige in besonderer Weise eigenständig nebeneinander, gleichzeitig erfolgt aber eine enge Zusammenarbeit zwischen diesen Zweigen. Eine KGS ist immer eine schulische Einheit. Schulzweigübergreifender Unterricht findet in den Fächern des künstlerischen Bereichs (Werken, Kunst, Musik und Textiles Gestalten) und im Sport statt.

Die Schulzweige

einer KGS sind „durchlässig“: Wenn ein Schüler einen Schulzweig wechselt (z.B. aufgrund entsprechender Leistungen

), dann kommt er wahrscheinlich in eine Klasse, deren Schüler/-innen er durch das gemeinsame Lernen (im schulzweigübergreifenden Unterricht) schon kennt.
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