Hude - Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Peter-Ustinov-Schule in Hude sind im November wieder von Tür zu Tür gegangen, um für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Spenden zu sammeln. „Wir haben in diesem Jahr 101 Schüler“, sagte Dieter Holsten, Vorsitzender des Ortsverbandes Hude vom Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge. Die betreuende Lehrerin war Julia Witte.
Über 100 Jugendliche
Besonders freute sich Holsten darüber, dass sich in den letzten drei Jahren die Teilnehmerzahl immer über der 100er-Grenze befand. Im letzten Jahr nahmen 104 Schüler der Peter-Ustinov-Schule teil, ein Jahr zuvor waren es sogar 111 Jugendliche.
Doch seit zwei Jahren hat die Aktion ein wenig mit der Bürokratie zu kämpfen, wie es Holsten ausdrückt. „Da spielt uns der Datenschutz ein bisschen rein – weil die Schüler eigentlich, wenn sie sammeln gehen, vorher unterschreiben müssen, dass sie die Adressen, die sie mitbekommen, vertraulich behandeln“, sagt der Vorsitzende. Das hätten aber nicht alle Teilnehmer gemacht. Weil das ein rechtliches Problem darstellt, wird es im kommenden Jahr eine organisatorische Änderung geben, die bereits mit der Schule abgesprochen wurde. „Wir werden nächstes Jahr eine Liste aushängen. In dieser Liste werden sich die Schüler eintragen und unterschreiben die Datenschutzerklärung vor Ort“, sagt Holsten.
Die Schüler besuchen die siebten bis zehnten Klassen und waren den gesamten November mit ihren Sammeldosen in Hude unterwegs. „Es sind insgesamt 18 Bezirke im Bereich Hude. Dazu gehört auch Altmoorhausen, Lintel und Hurrel. Was nicht dazu gehört, ist der Bereich Wüsting. Die machen das selbst“, erklärt Holsten. Immer mit dabei waren die gelben Sammelausweise, damit die Bürger sicher sein konnten, dass die Spende auch einem guten Zweck dient. „Diese Ausweise sind auf die einzelnen Schüler ausgestellt und werden von uns unterschrieben“, sagt Holsten.
Insgesamt sind 3388 Euro zusammengekommen. Auch wenn es im Vergleich zu 2018 etwas weniger ist – damals sammelten die Schüler 3639,58 Euro, 2017 3401 Euro – ist der Vorsitzende mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Alles über 3000 Euro ist gut“, findet Holsten.
„In einigen Bereichen, in denen sie losgezogen sind, waren es gute Ergebnisse, bei einigen waren sie nicht so erfolgreich“, wiegt er dabei die Auswertung ab. „Wobei man die Schüler auch in Schutz nehmen muss“, betont der Vorsitzende. „Wenn in der Zeit Klausuren sind oder andere Sachen in der Schule, geht das natürlich vor.“
Als kleines Dankeschön geht ein kleiner Betrag der Spenden an die Schüler. Die fleißigsten Sammler werden zudem am 28. Januar im Rahmen einer kleinen Feier eine Urkunde erhalten. „Wenn die ein gewisses Mindestmaß an Geld eingesammelt haben, erhalten sie die Urkunde als zusätzliches Bonbon“, erklärt Holsten.
Friedensarbeit wichtig
Diese Aktion hat die Huder Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) unterstützt. „Wir sind sehr gerne dabei, weil es eine tolle Aktion ist“, sagt Filialleiter Stefan Kemper. Friedensarbeit sei laut Kemper generell ein wichtiges Thema, „das alle von uns etwas angeht“. Deshalb wollte die LzO Hude ihren Beitrag dazu leisten. Als zusätzliche Hilfe hat die Filiale die Summe aufgerundet. Nach Abzug des Betrags, den die Schüler bekommen, waren es am Ende 2996,50 Euro. Die LzO hat noch einmal 103,50 dazugegeben, sodass am Ende 3100 Euro zusammenkamen.
Das Geld wird an den Bezirksverband der Kriegsgräberfürsorge in Oldenburg überwiesen. Dieser leitet das Geld weiter an den Bundesverband in Kassel, sagt Holsten. Mit dem Geld sollen Kriegsgräber gepflegt, neue Friedhöfe für gefallene Soldaten aufgebaut und die Suche nach Vermissten finanziert werden. „Es werden immer wieder Gebeine gefunden, die umgebettet werden, wenn sie identifiziert worden sind“, weiß Holsten zu berichten. Häufig sei dies in Osteuropa der Fall.
