Hude/Hatten/Wardenburg/Oldenburg - Mit ihrem Wasserstoffmotor haben die drei Huder Brüder Geert (18), Erik (16) und Niels Petrin beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Emden reichlich Aufsehen erregt. Den Schülern des Oldenburger Landkreisgymnasiums Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) ist es durch mehrere Veränderungen gelungen, einen normalen Benzinmotor auf Wasserstoffbetrieb umzurüsten. Mit diesem umgebauten und funktionstüchtigen Motor gewannen die drei den ersten Platz im Fachbereich Technik und qualifizierten sich damit für den Mitte März stattfindenden Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld. Zusätzlich zum ersten Preis erhielten die drei jungen Erfinder den Sonderpreis der Naturforschenden Gesellschaft zu Emden, die besonders nachhaltige Projekte auszeichnet.
Insgesamt hatten elf Schüler und eine Schülerin von der Oldenburger MINT-EC-Schule an dem renommierten Naturwissenschaftswettbewerb teilgenommen. Gemeinsam mit ihrem betreuenden Lehrer Robert Schulz waren sie nach Emden gefahren, um dort ihre im vergangenen Jahr entwickelten Projekte einer Fachjury und der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.
Neben den siegreichen Brüdern erzielten auch zwei weitere junge Forschergruppen gute Ergebnisse. So errangen die beiden Fünftklässler Julius Mossell und Niclas Jürgens bei ihrer ersten Teilnahme auf Anhieb den dritten Platz im Fachgebiet Geo-und Raumwissenschaften. Mit ihrem Wasserfallmodell zur Stromgewinnung zeigten die Zehnjährigen aus der Gemeinde Hatten, dass es möglich ist, aktive Wasserfälle durch den geschickten Einbau von Wasserrädern und Generatoren zur Erzeugung von elektrischer Energie zu nutzen.
Ebenfalls mit Platz drei im Gepäck machten sich die drei Sechstklässler Hannes Nemitz, Sören Hüsemann und Julius Heuer im Fachgebiet Technik zurück auf den Weg in das Oldenburger Landkreisgymnasium. Den drei Jungen aus Wardenburg ist es mit Hilfe eines Lego-Mindstorms-Roboters und der passenden Programmierung gelungen, ein sich nach der Sonne ausrichtendes Solarmodul zu bauen. Dabei werden Solarzellen immer so gedreht, dass sie genau zur Sonne zeigen und somit maximal viel elektrische Energie aus der Lichtenergie der Sonne gewinnen.
Zwei weitere GAG-Forschungsprojekte der Siebtklässlerin Nantje Becker aus Hude (Ersatz für Sonnenmilch) und der drei Sechstklässler Dominik Bröker, Bennet Ehlers und Johannes Wegener (Effiziente Segel für Segelboote) verfehlten eine Podestplatzierung mit Platz vier jeweils nur knapp.
