Hude/Hollen - Huder Grundschul- und Kindergartenkinder im Alter von fünf bis sieben Jahren haben in den Sommerferien die Möglichkeit, an einem Feriensprachcamp in Hollen (Ganderkesee) teilzunehmen. In erster Linie ist das Projekt im Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) an Flüchtlingskinder gerichtet, die spielerisch an die deutsche Sprache herangeführt werden. Aber auch deutsche Kinder sind willkommen. Die Integration steht im Vordergrund.
Für die Ganderkeseer Kinder fand das Camp bereits dreimal in den Herbstferien statt, berichtet Marina Becker-Kückens, Leiterin des Umweltzentrums in Hollen. Die Initiative für ein solches Angebot für Hude habe vor einem Jahr Marlies Pape aus dem Gemeinderat Hude ergriffen. Schließlich sei eine Kooperation zwischen dem Arbeitskreis der Grundschulen und Kindergärten und dem Umweltzentrum in Hollen entstanden.
Im Sommer können nun etwa 25 Kinder aus Hude ins Feriensprachcamp kommen – vom 30. Juli bis 4. August. Die Grundschule Jägerstraße in Hude ist dabei Projektträger. Besonders freut sich Ilona Schütte, Rektorin der Grundschule Jägerstraße, dass „wir diese gute Idee zur Sprachförderung auch für Hude umsetzen können.“
„Die Sprache soll durch Erleben und Erfahren erlernt werden“, bringt es Anja Peters, Integrationsbeauftragte der Gemeinde Hude, auf den Punkt. Wie das genau aussieht, erklärt Claudia Kay, Projektleiterin des Sprachlerncamps: „Die Sprache soll in Alltagssituationen eingebunden werden, in der Natur, beim Kochen oder mit Musik.“ So würden nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch deutsche Traditionen vermittelt werden. Mit dem Angebot sollen besonders die Kindergartenkinder angesprochen werden, damit sie „voller Selbstbewusstsein in die Schule starten“.
Übernachten werden die Kinder nicht im RUZ; sie sollen in Hude mit Bussen an den Schulen abgeholt werden und fahren am Nachmittag wieder nach Hause. Die Kinder werden von rund 15 Mitarbeitern in der Woche in Kleingruppen betreut. Außerdem soll es einen Elternabend geben, an dem die Mütter und Väter sehen, wie der Ablauf im Camp ist, sowie ein Abschlussfest mit den Familien am letzten Abend.
Finanziert wird das Projekt mit 12 450 Euro über die Lotto-Sport-Stiftung. Die Gemeinde Hude steuert einen kleinen Teil bei. Der Lions Club Oldenburger Geest übernimmt die Kosten für den Transport.
Zu einem etwa einstündigem Informationsabend sind Eltern am Dienstag, 12. Juni, eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Regionalen Umweltbildungszentrum, Holler Weg 35, in Hollen. Eltern können ihre Kinder gerne mitbringen.
