HUDE - Margareta Schledde, Schulleiterin der Grundschule Jägerstraße, reiste Sonnabendnachmittag eigens aus Oldenburg an, um die Pforten zur Schule und zum Klassenraum der ehemaligen 4a zu öffnen. Die „Schüler“ stehen zwar inzwischen mitten im Leben, haben sie doch die Grundschul-Bank zuletzt vor 35 Jahren gedrückt, aber da sie die allererste Klasse an der damals frisch erbauten Schule waren, haben sie ihr „Jubiläum“ zum Anlass genommen, alle ehemaligen Mitschüler zusammen zu trommeln, um in „alten Zeiten“ zu schwelgen.

Auch ihre Lehrer, Harm Köhler, damals Konrektor, später Rektor der Grundschule, sowie Irmy Schultz sind der Einladung von Birgit Domnitz, die das Treffen organisiert hat, gefolgt.

Köhler erinnert sich – trotz der vielen Jahre und der vielen Schüler seither – noch sehr gut an „seine erste Klasse“ an der neuen Schule Jägerstraße: „Die ersten Wochen Unterricht fanden noch in einer Baustelle statt“. Im Nachhinein, so erinnert sich Köhler schmunzelnd, war das eine ganz brave Klasse, wenn man bedenkt, dass es immerhin 42 Schüler waren. Zu der Zeit hatten die Grundschüler aber auch nur drei Stunden Unterricht am Tag, zwei Kernstunden und dann im Wechsel eine Stunde Sport, Kunst oder Musik.

Organisatorin Birgit Domnitz freute sich, dass es ihr gelungen war, von den 42 Schülern 35 ausfindig zu machen. Viele von ihnen leben noch in Hude oder im näheren Umkreis wie Berne oder Oldenburg, nur ein paar wenige sind in die große weite Welt gezogen, zum Beispiel nach München oder Berlin. Eine ehemalige Mitschülerin lebt in Australien und ließ sich daher entschuldigen.