HUDE - HUDE/SP - „Wir waren eine ganz liebe Klasse“, war von einer früheren Schülerin der ehemaligen Haupt- und Realschule am Huder Bach (heute Peter-Ustinov-Schule) zu hören. Sie gehörte zu den rund 25 Teilnehmern, die sich 25 Jahre nach der Entlassung aus der Klasse 10RC in ihrer alten Schule zu einem Klassentreffen einfanden.
Dass es sich um eine „pflegeleichte“ Klasse handelte, bestätigte Klassenlehrer Ulrich Lange, der ebenfalls gekommen war. Er war damals für die Fächer Mathematik, Physik und Sport zuständig. Dass die 10RC „so gut wie keinen Ärger machte“, ist für Lange kein Wunder: „Sie kamen ja vom Lande“. In der Tat wohnten die Mädchen und Jungen (mit ein paar Huder Ausnahmen) in Tweelbäke, Hurrel, Wüsting und Oberhausen und damit in den ländlichen Bereichen der Gemeinde. Die meisten von ihnen blieben sogar auch nach ihrer Schulzeit in der hiesigen Region.
Die Klasse war mit 32 Schülerinnen und Schülern gut gefüllt. Es waren genau 16 Mädchen und 16 Jungen, die Lange unterrichtete. „Die Jungs hatten wir alle gut im Griff“, meinte Marion Kruse, die das Treffen zusammen mit Detlef Pook organisiert hatte. Zwei der Haupt- und Realschüler nahmen sogar als Ehepaar am Klassentreffen teil. Das waren Kai-Uwe und Sieglinde Mertins. Eine der Schülerinnen, Karin Nisi-Janzen, war aus dem schwäbischen Esslingen angereist. Nach Dörpen hat es Antje Hindermann verschlagen. Sao Paulo wurde gar zur Heimat von Werner Budde.
Ulrich Lange erinnerte daran, dass das Schulzentrum damals nur aus dem nördlichen Teil bestand, der südliche Anbau kam erst später. Auch gab es weder Werkraum noch Hauswirtschafts- oder Computerraum. Und eine Mensa schon gar nicht.
Nach einer gemütlichen Kaffeetafel im Schulforum nahm Ulrich Lange, der nach 30 Jahren noch heute als Lehrer tätig ist, seine ehemaligen Schüler mit in den früheren Klassenraum. Später fuhren alle gemeinsam zur Gaststätte Buchholz in Grummersort. Bei einem Kohlessen wurden hier noch viele Erinnerungen ausgetauscht.
