Hude - Spannende und interessante Tage liegen hinter den Kindern der „Kleinen Regenbogeninsel“ in Hude. Bei ihrem Projekt der „Kartoffelwoche“ haben sie sich intensiv mit der beliebten Erdfrucht auseinandergesetzt – von der Ernte bis zur Verarbeitung zu leckeren Gerichten, die natürlich auch verköstigt wurden.
Gleich zu Beginn ging es für die Kinder aus der Eichhörnchen- und der Schmetterlingsgruppe mit ihren Erzieherinnen auf den Kartoffelacker, um dort Kartoffeln selbst zu ernten. Ermöglicht hatte diese Aktion Familie Schlötelburg aus Hude. Dies sei eine tolle Erfahrung für viele Kinder gewesen, die somit hautnah erleben konnten, dass Kartoffeln in der Erde wachsen, bevor man sie auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt kaufen kann, erklärten die Erzieherinnen.
Begeistert geerntet
Ausgerüstet mit Matschhosen und Gummistiefeln liefen alle Kinder begeistert hinter dem Kartoffelroder her, um die kleinen und großen Knollen aufzusammeln. Mit zwei gut befüllten Körben ging es dann zurück in die „Kleine Regenbogeninsel“ an der Vielstedter Straße.
Nach diesem gelungenen Start gab es in den nächsten Tagen verschiedene Angebote rund um die Kartoffel. Einige Kinder meinten, dass sie noch nie so dreckige Kartoffeln gesehen hätten, berichtet Erzieherin Tanja Thal. Somit wurden die Erdfrüchte vor der Weiterverarbeitung von den Kindern von der Erde befreit, damit sie gemeinsam mit den Erzieherinnen weiterverarbeitet werden konnten.
Die Kartoffeln selbst zu schälen, war für einige Kinder eine Herausforderung und eine ganz neue Erfahrung. So erzählte der vierjährige Ben: „Meine Mama lässt mich nie mit dem Sparschäler in der Küche helfen, das ist zu gefährlich.“ Stolz und ohne Verletzung legte er seine erste geschälte Kartoffel in die Sammelschüssel. Woraus dann unter anderem Kartoffelpuffer, Pommes und Bratkartoffeln zubereitet wurden.
Suppe zum Abschluss
Neben den Kochaktionen lernten die Kinder ein neues Lied kennen: „Wenn bei uns im Wald die Bratkartoffeln blüh’n“. Sie hörten eine Geschichte, in der es natürlich um Kartoffeln ging und zeigten ihr Geschick beim Kartoffelwettlauf. Am letzten Tag des kleinen Projektes mussten wieder viele Kartoffeln geschält werden. Zum Abschluss der „Kartoffelwoche“ gab es für mehr als 30 Eichhörnchen und Schmetterlinge selbst gekochte Kartoffelsuppe am Lagerfeuer. Diese ließen sich die Kinder genüsslich schmecken und nahmen reichlich Nachschlag.
Am Tisch hätten einige Kinder eventuell mit der Mahlzeit gehadert, aber in der Atmosphäre am Lagerfeuer sei es etwas Besonderes, freute sich Jutta Hartleib, Leiterin des Kindergartens. Ihr Resümee der „Kartoffelwoche“ fällt positiv aus: „Die Kinder waren mit ganz viel Eifer dabei.“ Sie hatte das Projekt zum ersten Mal am Kindergarten „Kleine Regenbogeninsel“ durchgeführt und freute sich, dass es den Kindern so gefallen hat. Sie dankte auch Familie Schlötelburg für deren Unterstützung.
