HUDE - An der Grundschule Jägerstraße wächst die Vorfreude auf die 1. Bürgersolaranlage. Das Dach der dortigen Turnhalle soll Standort für die Sonnenkollektoren werden – darauf haben sich die Geschäftsführer der Solar GbR, Hans-Peter Ratzke und Uwe Badt, mit Bürgermeister Axel Jahnz verständigt (die NWZ berichtete). „Wir werden das nutzen, um das Thema Klima- und Umweltschutz stärker in den Unterricht einzubringen“, kündigte Rektorin Margareta Schledde an. Die Solaranlage wird im oberen Drittel des Daches installiert. Zusätzlich soll ein Display montiert werden, auf dem die aktuelle und die jährliche Stromproduktion sowie die Gesamtleistung dokumentiert wird. Darüber hinaus sollen Daten übers Internet jederzeit abrufbar sein.

Derzeit liegen der Huder Solar GbR Angebote von fünf Anbietern vor. Um die Offerten vergleichbar zu machen, ist ein Leistungsverzeichnis erstellt worden. „Wir erwarten die Rückläufe innerhalb der nächsten 14 Tage“, erläuterte Hans-Peter Ratzke am Montag bei einem Ortstermin. Bestellt werden soll die Anlage Ende Oktober/Anfang November. Ans Netz gehen soll sie bereits in diesem Jahr – denn nur dann gibt es noch die für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung in Höhe von 49,2 Cent pro Kilowattstunde.

Investieren wollen die Betreiber nur das Geld, das sie durch die Ausgabe von Anteilen eingenommen haben. Derzeit beträgt die Zeichnungssumme 50 000 Euro. „Wir erwarten 100 000 Euro“, sagte Uwe Badt. Wer den Mindestanteil von 500 Euro zeichnet, wird Mitgesellschafter der Solar GbR und profitiert künftig von den jährlichen Ausschüttungen. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung geht im schlechtesten Fall von einer 4,7-prozentigen Rendite aus. Ratzke und Badt halten jedoch fünf bis sechs Prozent für realistisch.

Auf weitere Beitrittserklärungen hoffen sie nach einer Bürgerversammlung, auf der am 11. Oktober, ab 19 Uhr im Rathaus über das Projekt informiert wird. Auskünfte gibt’s unter 04408/970842.