HUDE - Sie matschen, planschen und klatschen. „PEKIP“ steht für „Prager-Eltern-Kind-Gruppe“. In Hude leitet Sozialpädagogin Katharina Göltz einen Kursus mit Müttern und Kleinkindern nach dem Prinzip der Frühförderung basierend auf den Entdeckungen des Prager Psychologen Jaroslav Koch.
„Kochs Untersuchungen ergaben, dass die Entwicklung von motorischen und intellektuellen Fähigkeiten schon früh unterstützt werden kann“, sagt Göltz, die eine extra Pekip-Ausbildung für den Kursus absolviert hat. „Ich leite vier Gruppen unterschiedlicher Altersstufen. Die kleinsten sind drei Monate alt, die ältesten ein Jahr“, erklärt Göltz. Zu denen zählt auch Jona. Aufgedreht krabbelt er auf den im mollig-warmen Raum des DRK-Gebäudes ausgelegten Matten umher.
„Ich gebe den Kindern Anregungen, aber sie selbst können entscheiden, was sie machen wollen“, sagt Göltz. Dabei sollen Fingerfertigkeit und Feinmotorik geschult werden. Die Sozialpädagogin holt ein paar Farbtöpfe hervor und es darf das gemacht werden, was Zuhause meist verboten ist: Matschen. Schnell sind die Finger grün, rot und blau und auch die Kleidung der Mütter ist bald von den selben Farben deutlich gezeichnet. „Hier geht es um die Entwicklung der Finger, die später zum Beispiel zum Schreiben wichtig ist – die Farbe geht in der Wäsche auch wieder raus“, sagt Göltz und lacht.
Dörte Manskopf ist von dem Konzept überzeugt: „Am Anfang waren die Kinder mehr für sich und haben sich skeptisch beäugt. Mit der Zeit haben sie dann Beziehungen aufgebaut“, sagt sie. Am 2. Juni beginnt der nächste Kursus. Wer Interesse hat, kann sich bei Katharina Göltz unter Telefon 0441/2182485 melden.
